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Vorbericht: F95 vs Paderborn – Heimsieg her, egal wie

Am Sonntag muss es die früher glorreiche Fortuna einfach wieder schaffen, einen Heimsieg zu holen und die Paddelbirnen zu schlagen – egal wie.

Analyse · Die Litanei, F95 diesen oder jenen Gegner schlagen können oder müssen, aber es habe mangels Hütten nicht sein sollen, kann kein aufrechter F95-Fan mehr hören. Jetzt muss Tacheles gespielt werden. Da kommen die Paddelbirnen gerade recht, mit denen uns nichts verbindet, schon gar keine Sympathie. Okay, die Ostwestfalen zählen zu den heißen Aufstiegskandidaten, aber wer will den SCP schon in der ersten Bundesliga sehen? Insofern hat die Fortuna die historische Aufgabe, durch einen zweiten Sieg gegen die, diesen möglichen Zustand zu verhindern. Wird nicht leicht, denn die Paderborner spielen trotz einer Niederlagenserie im November weiter oben mit.[Lesezeit ca. 5 min]

Wenn es Darmstadt bei der Hertha verkackt, würde das Team von Neutrainer Ralf Kettemann sogar Tabellenführer werden, weil Schlacke es – Dzeko hin oder her – in Bochum wieder nicht hingekriegt hat. Ob die Paddelbirnen ob dieser Option besonders motiviert sind oder aber verkrampfen, werden wir sehen. Die Anhänger:innen der Möbelhallenmannschaft haben jedenfalls ihr Kontingent an Freikarten für diese FFA-Partie voll ausgeschöpft.

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Das Gegnerporträt


Den Hinspielsieg dürfen wir nicht als Maßstab nehmen, denn da waren die SCPler ab der 10. Minute einer weniger. Wär natürlich nicht schlecht, wenn selbiges morgen passieren täte. Apropos: Dass sie vergangene Woche nach Durststrecke gegen Münster gewonnen hatte, lag auch daran, dass es da nach ner halben Stunde Rot für einen Preußen gab. Denn ansonsten sind die Paderborner aktuell – neben Darmstadt – der schwerste Gegner, der unserer Fortuna serviert werden könnte.

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Daran hat der junge und im Profibereich noch unerfahrene Coach Ralf Kettemann einen gehörigen Anteil. Auf seinen Schultern liegt die Last, Nachfolger eines -sammerma- viel diskutierten Trainer namens Kwasniok zu sein, der die Paddelbirnen nach deren völlig verdientem Abstieg aus Liga 1 ab 2021 ordentlich als Zweitligamannschaft etabliert hat. Zudem hatte Kettemann darunter zu leiden, dass der SCP qua Transfers seine Finanzen zu sanieren hatte – aber das kennen wir ja.

Geblieben sind die bekannten Grundtugenden der Ostwestfalen: Kampfstärke und Laufstärke. Zauberkombinationen kann man von denen nicht erwarten, dafür aber das vielleicht engagierteste Abwehrverhalten aller Zweitligateams. Dafür haben sie aber überraschend viele Tore (21) kassiert.

Als Blaupause könnte unserem Trainer und seinen Kickern die Auswärtsniederlage des SCP vor zwei Wochen in Kiel dienen. Dem Schwung der Paddelbirnen setzten die Störche ein massives Mittelfeld und überfallartige Attacken entgegen. Das wär doch was …

Die Fakten:


Tabelle:

PlatzVereinSpieleSUNPunkteTore
3.Paderborn1911353630:21
16.Fortuna1962112017:29

Ausfälle:
F95: Schock, Anhari, Breithaupt, Hettwer, Rossmann und Egouli (Gelb-Rot)
Paderborn: 2 Spieler

Info:
Sonntag, 1. Februar 2026, 13:30 in der LTU-Arena
Schiri: Christian Dingert (45): Hat Fortuna zuletzt gepfiffen beim 2:2 gegen den Äff-Zeh am 21.09.2024 und pfoff okay, aber nicht fehlerfrei.

TV: Sky (€) / Wow (€)

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Spielplan, System, Aufstellung


Moderne Trainer glauben nicht mehr an starre Systeme, und Markus Anfang ist definitiv ein moderner Trainer. In der PK zur Partie betonte er, wie wichtig es für ihn ist, flexibel auf den jeweiligen Gegner zu reagieren. Ja, da hilft die datengetriebene Analyse eben auch nicht immer. Stattdessen geht Anfang davon aus, dass die wichtigste Aufgabe der Mannschaft ist, viele Torchancen zu schaffen und die Dinner auch rein zu machen. Ach, was … Nun war es in der Vergangenheit ja so, dass die Aufgabe des Budenmachens vorwiegend an Cedi Itten (7) hängenblieb. Und ein bisschen an Florent Muslija (3). Der gutgemeinte Versuch, Chris Rasmussen (2) als, na ja, zweite Spitze ebenfalls als Vollstrecker zu beschäftigen, war ja wohl nix.

Der junge Däne mit der niederländischen Ausbildung scheint sich selbst im Weg zu stehen. Ob da noch Hoffnung ist? Wer weiß … Und Czeki Celar hat nun überhaupt noch nicht bewiesen, dass er ein Knipser ist. Jetzt haben wir Jordi „Pauli“ Paulina und Marin Ljubicic neu im Kader, beide nominell Mittelstürmer, beide aber bei der Begegnung mit den Paddelbirnen vermutlich noch nicht an Bord; Jordi sitzt eventuell schonmal auf der Bank und könnte möglicherweise ein wenig Spielzeit bekommen. Mit anderen Worten: Es bleibt wieder an Cedi Itten hängen.

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Die beste Nachricht ist noch, dass die verteidigende Dreierkette auf dem Papier und mit Blick auf die letzten Spiele ganz gut aussieht. Und natürlich Satoshi „Tana“ Tanaka, der allerdings gegen Hanoi nicht mehr so überzeugte wie gegen Bielefeld. Alles andere ist eh im Fluss. Wenn wieder drei Buben die letzte Reihe bilden, gäbe es neben dem japanischen Kampfschwein wieder zwei sogenannte Schienenspieler, die also vor dem Ball wie Außenstürmer agieren und im Verteidigungsfall die Dreier- zur Fünferkette formen. Das waren zuletzt Florent „Mukki“ Muslija (links) und Emma Iyoha (rechts). Während die speziellen Qualitäten des Mukki auf dieser Position nach Meinung des Ergebenen verschwendet sind, zeigte sich Emma in dieser Rolle einfach schwach.

So, deshalb hat der Ergebene einen abenteuerlichen Vorschlag, der mit dem Einsatz von Valgeir „Valle“ Lunddal auf dem rechten Flügel gar nicht so abenteuerlich ist. Denn er würde mit Christopher „der Lenzer“ Lenz auf der linken Seite starten, weil er immer noch und immer wieder daran glaubt, dass dieser Mann im fitten Zustand genau das kann, was ein Schienenspieler können muss; das hat er bei seinen bisherigen Einsätzen bewiesen.

Und nicht nur um Volkes Stimme zu besänftigen, würd der Ergebene übrigens Jordy de Wijs wirklich einmal anstelle von Kenny Schmidt starten lassen; der wäre dann der natürliche Einwechsler für den Lenzer. Damit ergänzten Jesper Daland und Tim Oberdorf die Dreierkette. Neben Tana sollte trotz aller Kritik wieder Anou El Azzouzi antreten. Bleiben die beiden Positionen der Halbstürmer hinter Cedi Itten. Links würde der Ergebene Muslija platzieren, der so von Fall als Neuneinhalber zweite Spitze oder aber als Zehner Vorlagengeber sein könnte. Und obwohl Klaus Sima Suso als Linksfuß bisher meist mehr links mitgestürmt hat, könnte er auch als Achter leicht rechts angeordnet agieren, wobei Mukki und Klaus nach Bedarf rochieren könnten.

So könnte ein alternatives 3-4-3 aussehen.

Ja, ja, Markus Anfang wird seine Startelf so nicht aufstellen. Aber seiner Spielidee würde diese Konstellation entgegenkommen. Die Idee besagt nämlich, dass die Fortuna aus einem starken Mittelfeld heraus Torchancen basteln soll, wobei den beiden Schienen (Lenz und Lunddal) dabei besondere Bedeutung zukommt, weil sie für die Flanken vom Flügel zuständig sind, wenn Muslija, Suso und Itten sich im Strafraum tummeln. Zum Konzept gehören zwei weitere Dinge: Standards schinden und Distanzschüsse einsetzen. Letzteres hat sich zuletzt Suso öfter zugetraut, auch El Azzouzi könnte sich das zutrauen, und ob Tanaka nicht auch sowas wie eine linke Klebe besitzt, wissen wir noch nicht.

Worüber Markus Anfang nicht gesprochen hat, ist, wie er seinen Untertanen diese vielen kleinen und größeren Fehlentscheidungen austreiben will, die ja letztlich zu den beiden Gegentoren gegen die 96er geführt haben. Die vom Ergebenen vorgeschlagene Aufstellung minimiert wenigstens die Gefahr, dass sich diejenigen mit den meisten Fehlentscheidungen zu oft in der Defensive mitarbeiten müssen.

Der Tipp


„Wir gewinnen, wir gewissen, wir gewinnen sowieso“ singen Kopf, Herz und Bauch und Herz im Chor und wer weiß, ob da nicht sehr viel Alkohol im Spiel war.

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