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F95 vs Paderborn 2:1 – Meine Güte, war dieser Sieg wichtig!

Beim sogenannten „Freispiel“ am Sonntag schlug die wunderbare Fortuna die Paddelbirnen mit nur einer gut gestalteten Halbzeit.

Bericht · Wie schon im Vorbericht geschrieben: Egal wie … Dementsprechend hatten Kopf, Herz und Bauch auch keinen Tipp parat und verrieten später, dass sie jedes Ergebnis für möglich hielten: von einem Kantersieg des SCP über ein Unentschieden bis hin zu einem deutlich Sieg der Fortuna. Nun, deutlich war’s nun wirklich nicht, und nach der schwachen ersten Halbzeit mit einem 0:1-Rückstand sah wenig danach aus, dass am Ende doch noch drei Punkte für F95 raussprangen. [Lesezeit ca. 9 min]

Denn das einzige Tor für die Ostwestfalen in der 2. Minute ließ Böses erahnen. Die erste und einzige Ecke der Gäste landete an der Ecke vom Fünfer. Alle Fortunen meinen, den kurzen Pfosten decken zu müssen – warum auch immer. Es folgt eine kurze Flanke Richtung langer Pfosten. Und da kommt ein SCPler so ungedeckt wie es nur geht angeschossen und hat null Mühe, einzulochen. Zumal Käpt’n Kastenmeier ebenfalls nur die kurze Ecke sicherte. Viel dümmer kann man nicht verteidigen.

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Man hätte als Anhänger:in der ehemals glorreichen Fortuna fürchten müssen, dass es so weitergeht, aber offensiv ist dieses angebliche Spitzenteam aus der Möbelhalle nicht sonderlich gefährlich. Wäre man schon so ne Viertelstunde vor Abpfiff gewesen, hätte man meinen können, die Paddelbirnen spielten auf Zeit. Erstens überließen sie unseren Jungs über gut 20 Minuten beinahe kampflos den Ball, andererseits ließen sie sich im Spielaufbau massig Zeit. So knubbelte sich alles im Mittelfeld. Nur: Den Roten von Coach Markus Anfang fiel auch nix ein. Zudem übten sie sich wieder in Fehlern und Fehlentscheidungen. Der Ergebene mag da niemanden herausheben – einzig Satoshi Tanaka, unser japanisches Kampfschein, stach positiv heraus.

F95 vs Paderborn: Gefährlicher Freistoß für den SCP (Foto: FP)
F95 vs Paderborn: Gefährlicher Freistoß für den SCP (Foto: FP)

Die Startaufstellung überraschte ein wenig. Okay, dass Jordy de Wijs wieder nicht reinkam, obwohl Eli Egouli wegen seiner gelbroten Karte in Hanoi fehlte. An seiner Stelle trat Jesper Daland an. Auch wenn es keine schlimmen Folgen hatte: So instabil hat sich unsere Dreierkette schon lange nicht mehr gezeigt – das gilt nicht nur für Daland, sondern auch für Tim Oberdorf und Kenny Schmidt. Am wenigsten erwartet hatten die Experten wohl die Besetzung des rechten Flügels mit Zimbo Zimmermann auf der Schiene und Shinta Appelkamp als Halbstürmer davor – Emma Iyoha und Chris Rasmussen mussten zu Recht die Bank drücken. Ebenfalls nicht vorhersehbar, dass die Coaches Klaus Síma Suso auf die linke Schiene beorderten und Florent „Mukki“ Muslija nach innen rückten. Der Charme dieser Konstellation zeigte sich erst in der zweiten Spielhälfte

Wobei: Mehr Druck und Schärfe brachten die Einwechslungen von Valle Lunddal und dem Lenzer in der 59. Minute, die für positionsgerecht für Zimbo und Suso kamen. Vielleicht wäre auch eine Auswechslung des erheblich unauffälligen Shinta Appelkamp angesagt gewesen, aber gut, dass Shinta drinblieb, denn in der 63. Minute wurde unser Junge zum glücklichen Schützen des 1:1. Dazu später mehr.

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Wer schon ein bisschen länger die Fortuna-Punkte liest, kennt die bisweilen harsche Medienkritik des Ergebenen, selbst bis zur Rente als Journalist tätig. So hat er jetzt sein RP-Abo gekündigt. Vor allem, weil das, was die Nachfolger seines Freundes Bernd Jolitz liefern, inzwischen unerträglich ist. Von allem, was die schwarzgelben Buben da auf die Website der Zeitung hieven, ist eigentlich nur noch der Live-Ticker genießbar; aber besser als die vom Kicker und von bundesliga.de ist der auch nicht. Nicht nur der Ergebene fragt sich, was das soll, dass ein „Spielbericht“ Minuten nach Abpfiff erscheinen muss; der besteht inzwischen zu Dreivierteln aus allgemeinem Geschwafel und Salbadern über die Tabellensituation und die Spielbedingungen. Die spielentscheidenden Ereignisse der zweiten Halbzeit – nicht gegebener Elfer, Platzverweise und zwei Tore – werden in DREI von insgesamt 19 Sätzen abgefrühstückt. Das ist bescheuert. Hinzu kommt diese Dauerspekulation über Transfers sowie die Versuche, Vereinspolitik zu machen.

Bei ALLEN anderen Medien, die über die Partie berichtet haben, fehlen entscheidende Details. Und bei den überregionalen Blätter fragt man sich, ob eine KI mit angeflanschter Floskelmühle die Berichte geschrieben hat. Interessierten Fußballliebenden bringt das alles nichts. Kann man sich schenken. Das musste der Ergebene auch mal so aufschreiben.

Okay, in den ersten 45 Minuten passierte außer dem 0:1 nicht wirklich viel. Erwähnenswert vielleicht die angewandte Schauspielkunst des SCP-Torschützen mit der Rückennummer 10, der sich minutenlang wälzte, dann minutenlang von seiner Medizinern durch Handauflegen behandelt wurde, um anschließend wie ein junges Reh vom Platz zu traben. Ähnliches vollführte er später noch einmal; ausgewechselt wurde der gefährlichste Stürmer der Gäste – das muss zu seiner Ehrenrettung erwähnt werden – in der Pause dann verletzungsbedingt. Übrigens genau wie der zweitgefährlichste Paderborner, der in der 63. raus musste.

F95 vs Paderborn: Guter Support auf der Süd (Foto: FP)
F95 vs Paderborn: Guter Support auf der Süd (Foto: FP)

An dieser Stelle mal ein Lob an die diversen Ultragruppierungen auf der Süd, die es selbst angesichts des fruchtlosen Gekickes der eigenen Mannschaft schafften, wenigstens ein Mindestmaß an Stümmung zu erzeugen – die Grundlage dafür, dass der Support während der starken zweiten Halbzeit zum nun verbesserten Auftritt der Fortunen passte. Die mitgereisten Paderborner nutzten immerhin die Gelegenheit, mal in einem richtigen Stadion sein zu dürfen, für eine blocküberspannende Choreo unter dem Motto „Pfauenstadt Paderborn“. Pfauenstadt? Hä? Kühe, ja, Schweine auch, aber Pfauen? Um das zu verstehen, muss man tief in die christkatholische Historie des Örtchens einsteigen und wissen, was es mit Liborius auf sich hat – ach, googlet doch selbst …

Finde den Fehler: Menschen machen Fehler. Schreiber:innen sind Menschen, machen also Fehler. Und Schreiber ohne großes Team hinter sich – wie der Ergebene – machen natürlich auch Fehler. Deshalb unsere Bitte an alle: Wer einen Fehler im Text entdeckt, meldet ihn uns auf einem der bekannten Wege – z.B. per Mail an kontakt@fortuna-punkte.de oder über das Kontaktformular. Wir versprechen, falls wirklich etwas Falsches im Beitrag stand, bedanken wir uns nicht nur, sondern korrigieren es umgehend. Schönen Dank im Voraus!

Ansonsten sah es in den ersten 45 Minuten überwiegend so aus, dass die Paddelbirnen recht hoch standen, die letzte Reihe kaum zehn Meter hinter der Mittellinie, meist sieben Spieler breit. Weil es den Fortunen an Phantasie und Geschwindigkeit mangelte, kamen sie nur selten dran vorbei, sodass der Spielaufbau vorwiegend aus Kastenmeier’schem Langholz bestand. Jesper Daland wurde mehrfach ins Laufduell mit dem einzigen SCP-Torschützen gezwungen, verlor ein paar Mal oder stoppte den Typ per Foul. Kenny Schmidt ging es mit Sven Michel wenig besser. Und Satoshi Tanaka mühte sich nach Kräften, wenigstens die Zweikämpfe zu gewinnen, um sich dann umzuschauen, ohne eine sinnvolle Anspielstation zu finden. Auf den Flügeln ging gar nichts, und Anou El Azzouzi und Shinta Appelkamp blieb kaum etwas anderes, als quer zu spielen. Schrecklich anzuschauen.

Und doch … In der 40. Minute gibt’s Getümmel im Paddelstrafraum direkt vorm Keeper, mindestens neun Kicker beider Teams sind beteiligt. Anou El Azzouzi fällt rückwärts, der Torwart haut den Ball raus, die Spieler beider Teams stürmen vorwärts. El Azzouzi rappelt sich auf und reklamiert intensiv. Die vielen Freunde, die das Spiel zuhause oder in der Kneipe verfolgen, sind sich sicher: Klarer Strafstoß! Jemand hat unseren Schweizer Knipser beidhändig am Leibchen zu Boden gezogen – von einem Trikotzupfer könne keine Rede sein. Referee Dingert hat gleich abgewunken und weiterspielen lassen. Angeblich hat der VAR sich gerührt, aber an der Anzeigentafel wird nichts dergleichen angezeigt, und Dingert unterbricht auch nicht. Später heißt es, es habe eine Überprüfung gegeben. Ja, ja, wer’s glaubt …

F95 vs Paderborn: Cedi Itten reklamiert Elfmeter (Foto: FP)
F95 vs Paderborn: Cedi Itten reklamiert Elfmeter (Foto: FP)

Und dann war da noch die Situation in der 49. Minute, als Shinta Appelkamp aufs Tor zuläuft und unterwegs, rund 25 Meter vor der Bude, im Zweikampf zu Boden geht. In den Spielberichten heißt es, er habe Shinta umgerissen, aber wer Augen hat, hat gesehen, dass er unseren Jung dabei mit der Handkante am Hals getroffen hat – ein Foul, das beim Handball, wo’s rauer zugeht, zwingend einen Plattenverweis nach sich gezogen hätte. Immerhin kriegt dieser Hansen ne Gelbe, die Voraussetzung dafür, dass er später vom Platz fliegt.

Man mutmaßt ja als Fußballzuschauender gern, dass es eine Kabinenpredigt in der Halbzeitpause gegeben habe, wenn ein Team in der zweiten Spielhälfte so völlig anders auftritt als zuvor. Wenn es derlei wirklich gibt, dann muss die Ansprache, die Markus Anfang den Spielern serviert hat, ziemlich gut gewesen sein. Ob auch der SCP-Trainer seinen Schützlingen was gegeigt hat, ist nicht überliefert – hätte er aber wohl machen sollen, denn die Statistik verzeichnet für sein Team galoppierende Harmlosigkeit mit genau drei Torschüssen und einer Ecke.

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Die Fortuna drehte jedenfalls den Spieß schnell um. Plötzlich waren es die Roten, die hoch standen und – oh Wunder! – sogar auf ein hohes Pressing setzten. Weshalb sie ein ums andere Mal darauf verzichteten, diese Maßnahme auch auf deren Keeper anzuwenden, bleibt ein Rätsel. Denn der hielt den Ball JEDES MAL so lange, wie es die Regeln gerade noch hergeben. Auch ein wenig dadurch gezwungen, dass nun die 95er die Anspielstationen zustellten.

Noch aber war der Rezeptkasten ziemlich leer. Bei Annäherungen an die gegnerische Hütte beschränkten sich die Kollegen auf den Flügeln und im Halbfeld auf hohe Bälle in den Sechzehner, wo sich aber meisten nur Cedi Itten aufhielt sowie die beiden Außenspieler der jeweils anderen Seite – Thema „Boxbesetzung“. Erst die 63. Minute brachte den Wendepunkt. Nachdem ausgerechnet Shinta Appelkamp mehr zentrale Aktionen nach vorne trieb, meistens angespielt von Satoshi Tanaka, und auch Anou El Azzouzi sinnvolle Offensivakzente setzte, fiel das 1:1.

F95 vs Paderborn: Tana umgehauen - Schiri unschlüssig (Foto: FP)
F95 vs Paderborn: Tana umgehauen – Schiri unschlüssig (Foto: FP)

Zum ersten Mal sei dem Wiederanpfiff waren die Paddelbirnen aufgerückt, hatten die letzte Reihe wieder bis fast an die Mittellinie vorgeschoben wie in Halbzeit Eins, da eroberte Florent Muslija etwa auf dieser Höhe das Ei. Zwar kamen die Gäste schnell zurück, aber der angespielte Shinta hatte ein bisschen freie Wiese vor sich, ging ein paar Schritte und zog dann ab. Die Rakete touchierte einen SCP-Verteidiger, der abgefälschte Schuss war für seinen Tormann nicht mehr zu halten. Staunende Euphorie im Block. Anschwellender Optimismus. Die werden doch wohl nicht den Heimsieg holen?

Und ob. Begünstigt wurde die Wunscherfüllung einerseits dadurch, dass mit dem Michel der letzte gefährliche Stürmer der Paderborner verletzt raus musste und vor allem durch die gelbrote Karte für einen gewissen Hansen, der diese aber sowas von verdient hatte. Schiri Dingert, der keine groben Fehler machte, aber in der Beurteilung von Fouls durchaus eher die Blauen bevorzugte, zierte sich ein bisschen. Warum Dingert kein guter Spielleiter war? Weil er weder beim nicht gegebenen Elfer noch beim groben Foul an Appelkamp (Schlag ins Gesicht) die Video Assistent Referees ernsthaft bemühte. Ob die anders entschieden hätten? Wer weiß, ob die Grottenolme in K-Mülheim überhaupt wach und nüchtern waren …

F95 vs Paderborn: Und jetzt das mit den Schals (Foto: FP)
F95 vs Paderborn: Und jetzt das mit den Schals (Foto: FP)

Inzwischen ist es der 1985 durch Zwangsfusion des TuS Schloss-Neuhaus und des 1. FC Paderborn entstandene Club, dessen Spielaufbau nicht stattfindet. Schon ab ungefähr der 70. Minute wirkt es so, als sei der zu diesem Zeitpunkt Tabellenvierte nur noch darauf bedacht, das Remis über die Runden zu retten. In diesem Zustand und reduziert wären sie ein idealer Gegner gewesen, die miese Düsseldorfer Tordifferenz aufzupolieren. Auch wenn gerade nach den Einwechslungen von Lunddal und Lenz der Offensivdruck anstieg, entstanden immer noch zu wenig echte Torchancen.

Apropos Lunddal: Irgendwann um die 75. Minute herum trabt unser haarloser Isländer an die Außenlinie und streift sich das Trikot über den Kopf. Was ist denn mit dem los? fragt sich die Expertenrunde im 41er. Jetzt legt er auch noch den Statistik-BH ab und auch das rote T-Shirt, das er darunter trägt. Dann kommt der Messgurt wieder an Ort und Stelle, und er zieht auch das Jersey wieder an. Ach so, dem war zu warm! Nicht nur, weil er als Isländer die herrschende Temperatur als sommerlich empfand, sondern weil er selbst mental glühte wie ein Holzkohlengrill. Bleibt der lange Kerl fit und hält er diese mentale Verfassung, werden wir noch ne Menge Spaß mit ihm kriegen.

F95 vs Paderborn: Waldemar Spier immer in unseren Herzen (Foto: FP)
F95 vs Paderborn: Waldemar Spier immer in unseren Herzen (Foto: FP)

Währenddessen schlenderte Chris Rasmussen ziemlich frustriert vom Warmmachen zurück zur Bank, während der ebenfalls zurückgesetzte Emma Iyoha sich nichts anmerken ließ. Jordy de Wijs wurde mit den inzwischen üblichen Sprechchören gefeiert. Neuling Jordi Paulina war dagegen von der Stümmung an sich sichtbar angetan. Schön, dass später auch Soto Sotiris mal wieder den Wettkampfrasen in unserer Mehrzweckhalle betreten durfte. Auch Czeki Celar kriegte ne Kurzchance.

Diese Wechsel fanden nach dem grandiosen Siegtor statt, das in der 83. Minute fiel – Ergebnis der vielleicht einzigen richtig schönen Offensivkonstruktion. Mittlerweile hatten sich Tana und Shinta gefunden und begonnen, gemeinsam die Zentrale aufzumischen. Tana auf den Lenzer, dann der Lenzer auf Tana, der von halblinks anläuft. Unser neuer Japaner fabriziert einen präzisen Flachpass quer durch den Sechzehner, wo Cedi Itten schon wartet und die Pille mit dem rechten Innenrist perfekt aus 12 Metern ins lange Eck knallt. 2:1 für die Fortuna!

F95 vs Paderborn: Leider kein Tor (Foto: FP)
F95 vs Paderborn: Leider kein Tor (Foto: FP)

Und nichts deutet auf ernsthafte Gegenwehr der Blauschwarzen aus der erzkatholischen Örtlichkeit in Ostwestfalen hin. Da muss keiner zittern. Obwohl man ja als langjähriger Fan der Düsseldorfer Fortuna weiß, dass Pferde manchmal vor der Apotheke kotzen und harmlose Gegner ihnen in den letzten Minuten noch die Freude am Sieg vermiesen. Nur ein einziges Mal muss Käpt’n Kastenmeier so richtig eingreifen. Der Rest ist Geplänkel.

Ja, es hat auch Pfiffe gegen unsere Jungs gegeben; werten wir die als aufmunternd – sie kamen auf, nachdem es die Roten wieder einmal versäumt hatten, beim hohen Pressing den SCP-Torhüter unbehelligt zu lassen. Ansonsten gab’s ab etwa der 60. Minute sogar hier und da Szenenapplaus – vor allem für den unermüdlichen Satoshi „Tana“ Tanaka, den unumstrittenen Spieler des Spiels. Allein dessen Verpflichtung trägt dem neuen Sportvorstand ein erstes Sternchen im Klassenbuch ein.

F95 vs Paderborn: Nachbesprechung mit Schiri Dingert (Foto: FP)
F95 vs Paderborn: Nachbesprechung mit Schiri Dingert (Foto: FP)

Es war also am Ende erfreulich. Und weil da unten in der Tabelle alles so eng beisammen gluckt, katapultierte der Sieg die liebe Fortuna gleich hoch auf Platz 13. Alle Mannschaften davor bis hin zu Bochum auf Platz 8 wären am nächsten Spieltag theoretisch erreichbar, wäre da nicht diese Last von immer noch -11 Toren. Um sich wirklich vom Abstiegspool abzusetzen, müssten unsere Jungs endlich mal so richtig viele Tore schießen (und keine kassieren). Preußen Münster, unser nächster Gast am Freitag, den dreizehnten im Februar, wäre eine passende Schießbude, denn die haben zuletzt Ende November gewonnen und seitdem in sieben Spielen nur fünf Tore geschossen.

Vorher müssen wir aber zum KSC im zu Tode modernisierten Wildpark reisen. Die haben auch nicht gerade einen Lauf, neigen aber dazu, auch bei Niederlagen zwei Buden zu machen. Realistisch betrachtet ist ein Auswärtssieg drin, jedenfalls dann, wenn die Fortunen so agieren wie neulich in Unterzahl in Hanoi und am Sonntag in der zweiten Halbzeit. Ob und welche Neuzugänge dann so weit sind, das Niveau anzuheben, wird sich zeigen.

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11 Gedanken zu „F95 vs Paderborn 2:1 – Meine Güte, war dieser Sieg wichtig!

  • MagierTom

    Vielen Dank. Guter Spielbericht vom Ergebenen. Das war abstiegsreif in Halbzeit 1. Die Aufstellung war meiner Meinung nach eine absolute Fehlleistung des Trainerteams. Ein Suso ist kein Schienenspieler, auch kein LV, dass Experiment hätte es nicht geben dürfen. Zimmermann in die Startaufstellung zu setzen oder als Schienenspieler hilft nur dem Gegner. Tanaka Note 1. Muslija, Shinta haben mich enttäuscht. Kenneth hatte einen Rabenschwarzen Tag. Warum spielen wir mit einer Dreierkette? Sehr gut gefallen haben mir Lenz und Lunddal (warum spielen diese nicht von Anfang an?). Nach der roten Karte hätte man sofort wechseln müssen. Naja ist diesmal gut gegangen. Aber es hat mich nicht überzeugt.

    Antworten
  • Christian

    Der Bericht des Ergebenen trifft es ziemlich genau. Was die Medienschelte betrifft, hätte die Spielerbewertung des schwarz-gelben Blattes
    – ohne Kenntnis des Resultats – auf eine fette Niederlage schließen.lassen müssen.
    Dass der Ergebene in jedem Aufeinandertreffen PB mit „Paddelbirnen“ bezeichnet, halte ich – ohne ihm was zu wollen – auch langsam für ein bißchen „gähn“. „Hanoi“ hat wenigstens noch eine politische Würze aus vergangener Geschichte, finde ich aber auch langsam auswechselbar, mangels kausaler Zusammenhänge. Nur mein persönlicher Eindruck..

    Antworten
    • Okay, das mit den Paddelbirnen hat eine lange Geschichte, die bei Altgedienten immer wieder Schmunzeln auslöst. Nachstes Mal lass ich’s weg – gibt bestimmt n Shitstorm ;–))

      Antworten
      • Christian

        …wen es Tradition hat, dann verstehe ich, dass Du sie gern so weiter bezeichnest. Kannte ich nur nicht, obwohl ich seit 1967 zu Fortuna gehe. Gehöre wahrscheinlich nicht zu diesem erlesenen Kreis 😉

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  • Brezel

    Glücklicherweise bekam Hansen nicht direkt rot in der 1.Halbzeit. Er war nämlich derjenige, der den Ball zum 1:1 abgefälscht hat… 😉

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  • RPO-Vermeider

    Lieber Ergebener,

    deine/Ihre Spielberichte gefallen mir immer wieder ausgesprochen gut. Vielen Dank dafür!

    Aber Wahnsinn: Da sind wir schon zu zweit, die das Abo der RPO gekündigt haben (nicht, dass die jetzt Pleite gehen!?!). Finde ich joot! Ich hätte nie gedacht, dass ich dem Herrn Costa mal hinterhertrauere. Ok, die F95-Berichte waren für mich aber nicht der einzige Grund, mein langjähriges Abo zu kündigen. Zunächst die Einführung der Klarnamenpflicht bei Kommentaren! Was soll das? Hätte man hier unzulässige Kommentare geschrieben, wäre man über die Email-Adresse und die Kundennummer hinter den Verursacher gekommen. Noch schlimmer finde ich aber, dass (gefühlt?) 90% der Artikel nicht mehr kommentiert werden dürfen! Ist der Sinn davon, hier eine Zensur durch die Hintertür einzuführen?

    Ansonsten: Ich warte bereits mit Freude auf den nächsten Spielbericht.

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    • Zensur durch die Hintertür – diese Auffassung teile ich leider. Ich habe mir das jetzt eine Zeit lang angesehen, aber es werden fast nur Artikel auf Horst Schlämmer Niveau zum Kommentieren freigegeben. Ich habe mein Abo jetzt auch gekündigt.

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