F95 vs Hertha 2:5 – Speed kills … wenn du zu langsam bist
Am Sonntagmittag holte sich die liebenswerte Fortuna gegen die olle Hertha eine unerwartete Klatsche ab – die Gründe sind komplex.
Bericht · Gut, jetzt schieben sie alles auf den superschnellen Reese. Damit kann man den armen Mo Heyer so schön und reflexartig schmähen und Vizekäpt’n Oberdorf auch noch einen reintun. Aber, wisst ihr was? Schnellster Spieler des Matches war Eli Egouli – zwei Km/h schneller als Fabian R. (den der Ergebenen schon seit Langem für den insgesamt besten Spieler der zweiten Liga hält). Und trotzdem hat der Speed der Hertha gestern die Fortuna gekillt. Denn langsam waren die Roten gar nicht so sehr physisch, sondern im Denken. Denn auch ein verlorenes Laufduell bedeutet nicht immer, dass der Sieger schneller gerannt ist. In ganz vielen Fällen – und das, was den Fortunen am Sonntag unterlaufen ist, kann als Beweis dienen – liegt es daran, wer schneller gedacht und/oder schneller die richtige Entscheidung getroffen hat. Zwei Basisfehler ziehen sich durch das Treiben der ersten F95-Herrenmannschaft: Ungenauigkeiten und situative Fehlentscheidungen. Der erwähnte Herr Reese war also nicht die schnellste Rennmaus aus Mexiko, sondern der Typ, der eine Situation am schnellsten erfasst und am schnellsten in die richtige Aktion umgesetzt hat. [Lesezeit ca. 8 min]

Und da hatte der Trainer noch gewarnt, dass die Hertha Meister im Kontern ist. Tatsächlich zeigten sich gestern enorme Defensivschwächen bei den Berlinern, die unsere Jungs mal wieder nicht in Tore ummünzen konnten. Und in Sachen Spielaufbau kann man den BSC auch eher in der unteren Hälfte der Tabelle einsortieren. Außerdem, auch das hatte Markus Anfang in der PK erwähnt, ist die blauweiße Truppe erheblich anfällig bei Standards. Nun heißt es aber, unser Chefcoach trage eine große Schuld an der Klatsche, weil er auf das „Versagen“ von Heyer und Oberdorf nicht schon nach dem 1:2 reagiert habe. Sein Plan war allerdings auch ein anderer, nämlich Luca Raimund auf die rechte Schiene zu stellen. Leider meldete der sich vor Spielbeginn krank. Und so fehlen am linken Flügel aktuell neben Raimungd auch Zimbo Zimmermann, Emma Iyoha und auch Chris Rasmussen.

Er hätte wechseln sollen, sagen viele. Ja, wen den, bitte? Interessanter der Vorschlag, den der Ergebene auf dem Heimweg aufschnappte. Der ging so: Umstellen (mit demselben Personal zunächst) auf ein 4-4-2, sodass die Restverteidigung bei gegnerischem Umschaltspiel immer einen Mann mehr umfasst. In eine solche Konstellation hätte dann auch Valle Lunddal früher gepasst (wobei nicht klar war, wie viele Körner der nach seiner Verletzung im Sack hatte). Zudem hätte Anfang dann auch den Lenzer schon früher anstelle von Jordi Paulina reinholen können (selbe Einschränkung wie bei Lunddal), der ohnehin, wenn auch fleißig, irgendwie nicht ins System passte. So wird ein Schuh draus: Systemumstellung plus Wechsel.
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Natürlich melden sich nach einer solchen herben Niederlage wieder ein paar Bekloppte, die einen Trainerwechsel fordern. Vermutlich dieselben, die immer klagen, wenn der Verein mehr als einen Coach auf der Lohnliste hat, weil man einen während der Saison rausgeschmissen hat. Gut, diese Emotionsbömbchen wollen Markus Anfang weghaben, den Trainer, der aus einem designierten Absteiger ein Team gemacht hat, das aktuell immer noch auf Platz 11 haust – trotz einer atemberaubenden Verletzungshistorie, den Mann, der aus den letzten zehn Partien 14 Punkte geholt, also einen Schnitt von 1,4 erzielt hat. Zum Vergleich: Daniel Thioune kam in den ersten zehn Spielen der Saison auf 10 Punkte – merkste selbst.
Ebenfalls eher so aus dem Bauch heraus betrachtet haben viele eine „katastrophale Leistung“ gesehen. Auch dagegen sprechen die Fakten, die sich in den objektiv ermittelten Quoten darstellen lassen. Danach lag F95 zur Halbzeit in allen Werten vorn. Am Ende lag die Truppe nur bei den xGoals und den Zweikampfwerten hinten. Hört sich nicht so katastrophal an. Und wenn man sich die Geschichte der kassierten Buden reinzieht, erweist sich die Sache als deprimierend, aber eben nicht als unterirdisch. Knackpunkt war wohl das 2:1 durch diesen Reese in der 26. Minute. Ausgangspunkt war ein – dieses Mal passt das Wort – katastrophaler Fehlpass von Tim Oberdorf, der einen dieser inzwischen berüchtigten Konter der Herthaner möglich machte.

Bis dahin war es (Wie sagen Spochtrepochter gern?) für neutrale Zuschauer ein unterhaltsames Spiel mit spielerischem Übergewicht für unsere Jungs. Befeuert natürlich durch den frühen Führungstreffer in der 5. Minute, ein durch Cedi Ittens Handeln forciertes Eigentor. „Die werden doch nicht etwa …“ raunte es im 41er, in dem euer Ergebener zusammen mit Freunden nun schon seit sechzehn Jahren wohnt. Zumal Anou El Azzouzi in der 11. Minute per Fernschuss hätte nachlegen können. Überhaupt: Endlich wird aus der Distanz geschossen! El Azzouzi, Suso, Tanaka und Debütant Kilian Sauck. Wie heißt es so schön: „Im Leben, im Leben geht mancher Schuss daneben …“ und im Danebenschießen sind die Fortuna der Saison 2025/26 ziemlich gut. Noch!

Zugegeben: Es ist nicht leicht nach einer 2:5-Klatsche das Positive aufzudröseln. Weil der Ergebene aber ein realistischer Optimist und so gar kein Wutfan ist, hat er keine Probleme, die guten Sachen der Fortunen herauszufiltern. Zum Beispiel das hohe Pressing. Gegen ein Team mit Mängeln im Spielaufbau wie die Hertha ein wichtiges Mittel, wenn auch ein riskantes. Wenn die Roten es ansetzten, dann blieb den Berlinern kaum mehr, als aufs Umschaltspiel zu setzen. Wie schon erwähnt und von Markus Anfang in der PK vorm Spiel ausführlich beschrieben, muss dann die Restverteidigung absolut sicher stehen. Außerdem darf man sich keine Ballverluste um Mittelfeld erlauben.
Finde den Fehler: Menschen machen Fehler. Schreiber:innen sind Menschen, machen also Fehler. Und Schreiber ohne großes Team hinter sich – wie der Ergebene – machen natürlich auch Fehler. Deshalb unsere Bitte an alle: Wer einen Fehler im Text entdeckt, meldet ihn uns auf einem der bekannten Wege – z.B. per Mail an kontakt@fortuna-punkte.de oder über das Kontaktformular. Wir versprechen, falls wirklich etwas Falsches im Beitrag stand, bedanken wir uns nicht nur, sondern korrigieren es umgehend. Schönen Dank im Voraus!
Vor dem Ausgleich in der 18. Minute: Ein gewisser Brekalo (der zweite Mann, vor dem Anfang gewarnt hatte), erobert den Ball dadurch, dass er den Fuß in einen fortunistischen Kurzpass hält und steckt sofort und äußerst präzise auf Reese, der nur noch Käpt’n Maskenmeier vor sich hat und das Ei ins Netz chippt. Ballverlust im Mittelfeld gegen konterstarke Mannschaft = Gegentor. Beim zweiten Hertha-Tor war’s dann der erwähnte Oberdorf’sche Fehlpass. Weiter: Das 3:1 durch unseren Dawid Kownacki in der 44. Minute war das Ergebnis des üblichen Hühnerhaufenmoments, der Kownacki völlig frei im Sechzehner köpfen lässt; gegen Maskenmeiers Laufrichtung ins Tor. Das 1:4 bei 45+5 war dann wieder ein Kontertor. Eingeleitet von Kownacki. Der Hertha-Spieler Winkler kommt von rechts, Sima Suso lässt sich überspielen, sein Gegenspieler zieht aus 16 Metern ab und haut die Pille in den linken Winkel – ein Traumtor.

Schon in der Pause schäumte das Volk. Auf der Haupttribüne (Wo sonst?) wurde schrill gepfiffen, woanders wurden Heyer und Oberdorf aufs Übelste beschimpft, und die Sesselfurzer an den Empfangsgeräten daheim und in den Kneipen suchten nach weiteren Schuldigen. Es wären zwei Torwartfehler gewesen, meinte einer sogar. Okay, während der laufenden Partie bei einem solchen Zwischenergebnis sachlich zu analysieren, kann kaum jemand. Leider ging dabei unter, wie sehr unsere Jungs den Gegner über weite Strecken unter Druck setzten, wie oft Kung-fu-Tanaka die Kugel eroberte, wie gnadenlos El Azzouzi oft dazwischenging, wie fein Muslija flankte, wie gut Appelkamp das Offensivspiel sortierte.

Dabei war die taktische Grundordnung durchaus komplex, weil Jordi Paulinas Rolle schwer zu erkennen war; zweite Spitze spielt er nicht, aber auch als Außenstürmer war er nicht einzuordnen. Am ehesten noch als hängende Spitze, ein bisschen höher als Appelkamp. Das Grundproblem aber lag (vorwiegend verletzungsbedingt) auf der rechten Seite, wo Mo Heyer ganz selten einmal wie ein echter Schienenspieler bis zur Grundlinie vorstieß, um zu flanken. Das gelang ihm am auffälligsten in der 5. Minute, den der gescholtene und geschmähte Mo war es, der die Flanken zum 1:0 schlug.
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Sagen wir so: Hätte die Hertha „nur“ ein 2:1 in die Pause gerettet, hätte dieses Konzept zum Erfolg führen können. So aber setzten sie ab dem 3:1 nur noch auf tiefes Verteidigen plus Umschaltspiel. Und so objektiv wie möglich beschrieben: Deren Kombinationsspiel funktioniert auch nur im Konter, nicht aber beim Spielaufbau. Das führte dann in der zweiten Halbzeit dazu, dass die Fortuna von Anfang an Chancen im Fünf-Minuten-Takt erzeugte. Gleich die erste davon führte zum 2:4 in der 54. Minute. Appelkamp erläuft den Ball, dringt in den Strafraum ein und flankt aus vollen Lauf an den langen Pfosten. Da steht Itten – wo eben ein Knipser zu stehen hat – perfekte Kombi, schönes Tor.

Die Gemeinde im 41er witterte ein bisschen Morgenluft (um diesen schönen Ausdruck für Hoffnung mal zu verwenden). „Jetzt noch das 3:4“, meinte einer, „und der Baum brennt.“ Sowas sagt man nicht, wenn man eine chancenlose Truppe erlebt hat. Und es bewahrheitete sich. Das saublöde 5:2 in der allerletzten Minute lassen wir mal außen vor. Denn sonst hatten die Berliner in der gesamten zweiten Halbzeit nur noch eine Einschussgelegenheit – in der 88. Minute durch Reese, der kläglich vergab. Die über die vergangenen 131 Jahre betrachtet ziemlich glorreiche Fortuna aber erarbeitete sich zwischen der 50. und der 85. Minute sieben mehr oder weniger fette Chancen.

Womit wir wie so oft in dieser Saison wieder im Konjunktiv angelangt sind nach dem Motto „Hätten sie das 3:4 gemacht …“ Haben sie aber nicht. In der 66. Minute kam der Lenzer für den leicht angeschlagenen Jordi Paulina, und Valle Lunddal ersetzte Mo Heyer. Schade, dass unser Isländer wohl nicht fit genug für 90 Minuten war, denn in seiner Anwesenheit als rechter Schienenspieler trat Reese kaum noch in Erscheinung, und Christopher Lenz machte es Mukki Muslija möglich, nur noch nach vorne zu arbeiten. Den eigentlich schon nicht mehr als Fortune zu betrachtenden Zan Celar in der 85. Minute für den erschöpften Shinta Appelkamp zu bringen, traf bei der Gemeinde auf wenig Zustimmung.
Da gefiel die Einwechslung von Kilian Sauck in der 88. Minute schon eher, auch wenn überhaupt nicht zu erkennen war, welche Position er übernehmen sollte – der noch nicht ganz 19-Jährige wurde beim FC St. Pauli ausgebildet und dem Gladpack II im Winter für 100 K Euro abgekauft. Der Bube mit deutscher und kapverdische Staatsangehörigkeit hat die U-Teams des DFB ab der U16 durchlaufen, gilt aber trotzdem komischerweise nicht als „großes Talent“. Was er aber in den kaum zehn Minuten seiner Anwesenheit machte er aber schon Spaß durch wildes Wirbeln, Freude am Zweikampf und zwei kräftige Fernschüsse.

Natürlich war auch euer stets ergebener F95-Analyst nach dem Abpfiff deprimiert, enttäuscht und ziemlich sprachlos. Aber mehr als die Niederlage geht ihm inzwischen diese Aggressivität der Keyboard-Warrior in den sogenannten „sozialen“ Netzen auf den Keks, wo so brachial auf Spieler, Trainer und Vereinsverantwortliche eingedroschen wird. Wer Fan ist, der sollte zunächst einmal solidarisch sein. Punkt. Erst dann hat man das Recht erworben, zu kritisieren – und zwar sachlich und konstruktiv. Aber, viele die vorwiegend emotional reagieren, zählen zu denen, die nach einer Trainerentlassung gern sagen „So ist nun mal das Geschäft“ und unseren geliebten Fußballsport eben als Business verstehen, in dem man Erfolg kaufen kann – wenn man die Kohle hat. Euer Ergebener ist überhaupt nicht dieser Meinung.
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Jetzt ist erstmal Länderspielpause, die Chance mal wieder zu chillen für uns Fans. Trainer Markus Anfang und seinen Co-Trainern bietet sich durch die Pause die Chance, mehr genesene Spieler auf- und einbauen zu können. Außerdem würde sich Weitschusstraining und Einüben von Standards anbieten. Als nächster Gegner hat auch K’lautern einen Break und Zeit für Veränderungen und Verbesserungen. Auf dem Betzenberg zu gewinnen, wäre ein Träumchen und wurde die Situation entschärfen, denn F95 hat aktuell nur noch drei Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz und könnte bei einer Niederlage von gleich fünf Teams überholt und auf den drittletzten Platz gestoßen werden.

In diesem Fall wäre ein Heimsieg gegen Holzbein Kiel absolute Pflicht, um den Kopf wieder ein Stück aus der Schlinge zu ziehen. Der Ergebene ist übrigens auch was die Partie in Kaiserslautern verhalten optimistisch und kann sich ein umkämpftes Unentschieden gut vorstellen. Man wird sehen.
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Ich habe den Ergebenen selten sprachlich-stilistisch so „mit dem Rücken an der Wand“ erlebt; auch würde ein des Endergebnisses unkundiger Zeitgenosse wohl eher auf ein 2:1 oder 2:2 tippen, wenn man von so vielen erstaunlichen Halbleistungen erfährt.
Die Häme gegenüber Haupttribüne oder Tatstatur-Ignoranten ist nachvollziehbar, dahinter steckt das leidenschaftlich erhitzte Trio aus eminent ergebenem Kopf-Herz-Bauch. Das alles deutet letztlich jedoch auf eher Ungutes voraus, indem sich das teilweise überforderte bis gebeutelte Fortuna-Ensemble auf ein hochbrisantes Endspiel in Grün-Weiß wird einstellen müssen.
Davor hätten wir zurecht Muffensausen, nicht zuletzt all die mitleidenden Querschläger aus den Foren, für die ich mal ein gutes Wort einlegen möchte, weil auch sie mit ihren internen Widersprüchen von Kopf, Herz und Bauch klarkommen müssen …
Mit dem Rücken an der Wand schreibt einer, der angegriffen wird und sich zu verteidigen hat – ist beim Ergebenen nicht der Fall. Klar, mit den inneren Widersprüchen von Kopf, Herz und Bauch müssen wir alle zurechtkommen, keine Frage. Es geht darum, deren Stimmen im Gleichgewicht zu halten.
Wie immer vom Ergebenen schön geschrieben. Leider diametral entgegengesetzt zur dargebotenen Leistung von mindestens der halben Mannschaft inkl. Trainer. nicht nur in diesem Spiel !!! Natürlich muss ein solches Spiel nicht allein reichen, um die Entlassung des Trainers zu fordern, aber sehr kritisches Nachfragen von der Haupttribüne , wo ich sitze, müssen erlaubt sein. Ebenso wie die kritische Beurteilung der über 90 Minuten unterirdischen Leistung der Herren Paulina, Heyer und Oberdorf. Diesen Auftritt inkl . der von diesen Protagonisten unzähligen Fehlpässen ist mit nichts anderem als Mangelhaft zu bezeichnen. Wir sprechen über Profisport, wo natürlich auch mal was schief laufen kann, aber diese Darbietungen waren an Unvermögen nicht zu überbieten. Ebenfalls darf und muss die taktische Eindimensionalität von Markus Anfang kritisch bewertet werden – Probleme mit dem Kader hin oder her. PS gepfiffen würde bei uns nicht, sondern das Dargebotene mit schweigendem und verzweifelten Kopfschütteln quittiert.
Die offiziellen Passquoten von Mo Heyer (92%) und Tim Oberdorf (85%) sind besser als der Mannschaftsdurchschnitt. Jordi Paulina kam dagegen wirklich nur auf 55%. Und, nein, der Spielplan von Markus Anfang war nicht eindimensional, sondern bestand aus hohem Pressing und tiefem Block – die Tore 3 und 4 haben den Plan allerdings zerstört.
Uiiiiih also der Bericht reiht, sich nahtlos in die Kommentare und das Verhalten der Verantwortlichen von F95 wie z. Bsp.: Anfang, Mislintat, etc.! Oder wie aktuell der SPD. Bloß keine schlechte Stimmung aufkommen lassen. Friede, Freude, Eierkuchen, dass ist Düsseldorf! Anstatt mit der Situation sehr kritisch umzugehen und Dinge zu hinterfragen, wird alles mehr oder weniger erklärt und schön geredet. Braunschweig war jetzt auch keine gute Leistung. Die Spieler (die meisten sind ja nächstes Jahr nicht mehr da) werden es 1:1 so aufnehmen und wenn alles blöd läuft, dann spielt der Verein halt in Liga 3. Aber Stop …. Das ist ja Quatsch, weil wir eigentlich so gut sind. Deswegen stehen wir ja mit 4 Punkten vor dem Abstiegsplatz, mit der schlechtesten Tordifferenz. In Braunschweig war es Daland gegen Hertha Mo Heyer, Oberdorf. Heyer gegen Reese …. Ich konnte das vor dem Spiel gar nicht glauben! Darauf zu kommen, dafür braucht es eine A Lizenz. Anstatt dann mit dieser Entscheidung mindestens 1-2 absichernde Spieler taktisch hinzustellen, lässt man ihn alleine. Keine Wechsel oder Anpassung des Systems im Spielverlauf??? Dann dieser Muslija der sowas von lustlos spielt und auf der falschen Position eingesetzt wird und das war Standfußball, er hat jede Aktion aktiv ausgebremst. Hoffen wir für die Fortuna das in 2 Wochen eine bessere Aufstellung und Ergebnis möglich ist. Sollte wir in Kaiserlautern auch eine Niederlage, gar Klatsche bekommen und dann gegen Kiel verlieren, sollte der Ergebene aber bitte nicht kritisch über die Spieler und das Trainerteam schreiben, dass wäre unangemessen und unfair.
Der Ergebene hat ganz offensichtlich ein anderes Verhältnis zum Verein seines Herzens. Es ist geprägt von Solidarität. Das schließt Kritik natürlich nicht aus. Aber, wie e schon öfters geschrieben hat: Harte Kritik immer nur nach einem Sieg. Und ansonsten immer Berichte auf Basis von Fakten und nicht gefühlter Temperatur. Beispiel: Mo Heyer wird gebasht wie blöde, hat aber mit 92% die zweitbeste Passquote um Spiel. Ach, egal? So, und jetzt möchte von den Heyer-Hatern gern mal hören, wen genau Markus Anfang hätte einwechseln sollen (und vorher nicht im Bericht des Ergebenen spinxen ;–))
Lieber Ergebener, Berichte auf Basis von Fakten und Daten finde ich richtig und gut. Emotionen als Fan sind wichtig und darf man leben und bei Wiederholungen der Erlebnisse, darf man auch mal nach dem Sinn der Aktion kritisch fragen. Was heißt gebasht? Es war eine schlechte Leistung.
Herrn Heyer kann ich leider nicht freisprechen, dass er gar keine Aktien bei den Gegentoren hatte und eigentlich sogar eine Super Passquote hatte und deshalb eigentlich eine Note 2 verdient hätte. Er ist Fußballprofi, das muss ER besser machen, das wäre sonst für mich dann faktenfrei. Zur Frage: Was hätte das Trainerteam anders machen können? Ich kenne natürlich die einzelnen Leistungsdaten und den Gesundheitszustand der Spieler nicht im Detail, aber vielleicht hätten wir mit Lunddal (für Heyer) und Lenz auch starten können, um dann in der 45min. oder 60min. zu wechseln. Einen Reese aus dem Spiel zu nehmen, sollte vorher als Maßnahme (Glas) klar gewesen sein, also hätte man zwingend „mit Heyer“ eine zusätzliche Absicherung mit Muslija oder einen anderen Spieler festlegen müssen. Das geht ja wegen der Schnelligkeit gar nicht anders. Kommen wir zum eigentlichen Alternativ Vorschlag: Ich persönlich möchte einen Heyer, Daland, Breithaupt nicht mehr in der Startaufstellung oder im Team sehen, mit der Begründung, dass diese Spieler für mich kein Zweitliga Niveau haben und wir uns selber schwächen. Sie sind keine Option für mich! Damit riskieren wir einen weiteren Abstieg des Vereins, den niemand ernsthaft auf dem Schirm hat. Ich würde immer einen Spieler aus der Zweiten Mannschaft (Verbundenheit mit dem Verein, eine große Chance bekommen) hier vorziehen (und hochziehen) und ehrlicherweise haben wir damit bisher auch viel Erfolg gehabt mit Egouli, Suso, Anhari. Das wäre dann vielleicht sogar eine 1:1 Manndeckung von Reese gewesen. Das kann dann auch in die Hose gehen, aber das würde jeder Fortuna Fan auch verzeihen und nachvollziehen (Mangels Alternativen). Sollte es aber wieder erwartend positiv ausgehen, hätten wir eine weitere Alternative für die letzten Spiele und sogar für die Zukunft. Anfang hat in den letzten Wochen vieles auf einen guten und richtigen Weg gebracht. Vielen Dank
Ja, genau, so ähnlich hat der Ergebene auch gedacht: mit Lunddal und Lenz starten und mal sehen, wie lange sie durchhalten. Was die Herren Breithaupt und Daland angeht: Zustimmung! Hinzu kommt natürlich dieser Zan Celar, der ja auch gar nicht bei uns sein will. Bei Heyer ist der Ergebene gespalten: Der Mo hat uns auch schon mit seinem Einsatz auf den unterschiedlichsten Positionen das Gesäß gerettet, und soweit die Erinnerung reicht war es am Sonntag das erste Spiel, das er richtig voll verkackt hat. Vielleicht ist der einfach nicht knuffig genug zum Liebhaben … ;–))
Ich denke es sind drei Punkte zum Abstieg. ich denke nicht dass Anfang ein schlechter Trainer ist eher das Gegenteil und was Thione kann, dass zeigt er jetzt eine Klasse höher. Anfang hat Spieler wie Suso, Egouli gut integriert und entwickelt. Auf Spieler wie Daland, Soitiris und Breithaupt können wir jetzt nicht mehr setzen.
Ich denke aber auch jemanden wie Funkel zu installieren könnte noch mal eine mentale Leistungssteigerung bei dem Einen oder Anderen entwickeln. Ich habe heute gelesen er sei weiterhin bereit für so eine Aufgabe, wenn er sich mit dem Verein identifizieren kann…und das sollte bei ihm und Fortuna kein Problem sein.