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Vorbericht: F95 vs Münster – Nichts kann euch aufhalten (nur ihr selbst)

Gegen die Preußen aus Münster sollte die Fortuna ihre Heimsiegserie ausbauen – und zwar mit allen Mitteln.

Analyse · Dieser Tage geriet der Ergebene in eine Diskussion unter Fans. Es wurde mild kritisiert, dass er die Fortuna in letzter Zeit öfters als „verbessert“ bezeichnet hat. Dabei entstand die Frage, was es überhaupt bedeutet, verbessert aufzutreten. Nun, Fußball ist ein Fehlervermeidungssport. Und wenn ein Team weniger Fehler als zuvor macht, dann hat es sich verbessert. So einfach ist das. Allerdings gehen die Meinungen darüber, was Fehler sind, auseinander. Viele Fans bewerten diesen Bereich subjektiv, gern mit dem Hinweis darauf, sie hätten früher selbst gespielt. Inzwischen ist der Fußball in seiner Beobachtung und Bewertung durchweg datengetrieben. Man kann Fehler messen, und diese Messungen schlagen sich in den Quoten der verschiedenen Analyseplattformen nieder. Wer mag, macht sich eine Tabelle mit Werten wie Pass- und Zweikampfquote, Laufbereitschaft und xGoals, die er dann in Kurven umsetzen lässt. Zeigen diese Linien nach oben, hat sich die Mannschaft verbessert. Und bei unserer geliebten Fortuna sind die Trends seit Beginn der Rückrunde positiv. So einfach ist das auch. [Lesezeit ca. 4 min]

Aber natürlich entstehen die Messwerte nicht im luftleeren Raum, sondern im Wettkampf, sind also (auch) vom Gegner abhängig. Deshalb verwenden die Coaches unter der Woche viel Zeit darauf, sich anzuschauen, was das nächste Team, gegen das anzutreten ist, in letzter Zeit so gemacht hat. Preußen Münster hat zuletzt am 30. November 2025 gewonnen, leidet unter einer langen Verletztenliste und hat in den letzten Partien ne Menge Pech gehabt. In den Statistiken fällt auf, dass sie meist weniger rennen als die Kontrahenten, bisweilen schlechte Passquoten produzieren und bei den Zweikämpfen immer hinten liegen.

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Das Gegnerporträt


Jahrelang ist das Gründungsmitglied der Fußballbundesliga (wurde damals aus unerfindlichen Gründen der Fortuna vorgezogen) durch die Regionalligen getaumelt. Der Ergebene erinnert sich an eine Begegnung in der Regionalliga Nord im Paul-Janes-Stadion im Dezember 2004 bei miesem Wetter, bei dem man belustigt zwei konkurrierende Ultra-Blöcke der Preu0en beobachten konnte, denn das Spiel war nicht sehenswert.

Nachdem sich F95 aus diesen Niederungen Richtung dritte Liga verabschiedet hatte, bekam es unsere Zwote ein paar Male mit den Münsteranern zu tun, die dann 2024 in die dritte und ein Jahr später in die zweite Liga aufstiegen. Und plötzlich steckten wir mit denen in einer Liga. Dort lautet die Bilanz aktuell 2:1 für die Flingeraner; am Freitag haben unsere Jungs die Chance, diesen Vorsprung auszubauen.

Die Preußen treten meist mit einem altmodischen 4-4-2 mit Raute an, allerdings sehr flexibel gesteuert von Trainer Alexander Ende, der sich schon seit einiger Zeit mit einem umfangreichen Lazarett herumschlagen muss und nach eigenem Bekunden in der gesamte Saison nur zweimal seine Wunschelf auf den Rasen schicken konnte. So kann – die Fortuna kann ein Lied davon singen – keine Stabilität entstehen.

Im Toreschießen ist Münster ein wenig besser als die Fortuna, kassiert haben sie allerdings schon eine Bude mehr als unsere Jungs. Grob geschätzt schaffen sie mehr Chancen, haben aber ebenfalls ein Problem mit dem Vollstrecken. Ein wichtiger Mann bei den Preußen ist Jorrit Hendrix, dort als Käpt’n tätig, der mal ein knappes Jahr bei uns war, dem man damals aber keinen akzeptablen Vertrag anbieten konnte. So wanderte er für ein Jahr nach Australien aus, bevor es ihn im Aufstiegsjahr nach Münster verschlug.

Treppenwitz am Rande: Am Freitag spielen also Anfang und Ende gegeneinander…

Die Fakten:


Tabelle:

PlatzVereinSpieleSUNPunkteTore
13.Fortuna217682420:31
16.Münster215792225:32

Ausfälle:
F95: Schock, Anhari, Breithaupt, Hettwer, Rossmann, Ljubicic und K. Schmidt (5. Gelbe)
Münster: 9 Spieler

Info:
Freitag, 13. Februar 2026, 18:30 in der hiesigen Spielautomatenarena
Schiri: Robert Kampka (43): Hat Fortuna zuletzt gepfiffen beim 2:1 in Paderborn am 13.04.2025 und leitete das Spiel sauber.

TV: Sky (€) / Wow (€)

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Spielplan, System, Aufstellung


Weil es gewissen Spochtrepochtern ja gar nicht um den Fußball geht, wurde bei der Pressekonferenz vor dem Spiel vor allem darüber geplaudert, ob der k**sche Anfang und seine Schützlinge Karneval feiern dürfen. Na ja… Tatsächlich aber hat der Chefcoach für den Rosenmontag ein ganz normales Training angesetzt. Wo er sich doch in der Vergangenheit schonmal, ähem, selbst unter bekannten Umständen Feiern genehmigt hat.

Über den Gegner ließ er wissen, dass die Münsteraner schnell umschalten und den einen oder anderen Kicker in den Reihen haben, der schnell genug ist, Steckpässe zu erlaufen. Ob und welche Auswirkungen diese Mini-Erkenntnisse auf System, Aufstellung und Spielplan haben, ließ er offen. Wobei es vor allem um die Frage ging, wie der Ausfall von Kenny Schmidt wegen einer Gelbsperre zu kompensieren sei. Oh Wunder! Markus A. nannte explizit Jordy de Wijs; der sei zwar nicht so schnell, aber gut am Ball. Der Ergebene sagt voraus: Nein, wir werden Jordy wieder nicht in der Startelf sehen, weil Anfang auch erläuterte, dass in einer Dreierkette auch der Lenzer und Sima Suso antreten könnten. Was wohl bedeutet, dass Jesper Daland in diesem Verbund wieder mittut.

So könnte das 3-4-2-1 aussehen.

Also wird es vermutlich nur diese eine Änderung gegenüber der Partie gegen den KSC geben wird. Da Marin Ljubicic leider ein bisschen verletzt ist und der Cheftrainer ihn nicht zu früh bringen will, wird von den Neuzugängen sicher Satoshi Tanaka starten, während Jordí „Pauli“ Paulina immerhin die Bank bedrücken wird.

Allerdings erwähnte der Chefcoach auch, dass eine Viererkette denkbar wäre, ließ aber offen, was dann davor passieren könnte. Ja, hätten wir eine ernsthafte Option für eine Doppelspitze… Haben wir aber nicht, sodass maximal ein 4-2-3-1 stattfinden könnte. Hinweise auf einen Spielplan gab der k**sche Jeck nicht.

Der Tipp


An einem Freitag, den Dreizehnten, zumal im laufenden Karneval tun sich die Auguren schwer mit Tipps. Zumal das Pech, dass diesem Datum zugeordnet wird, ja (gern) auch gegen Münster ausschlagen könnte. Das fröhliche Herzchen wünscht den jecken 40.000 im Stadion ein schönes 3:1. Da kann der Kopf nur mit demselben schütteln und sagt, wenn es einen Heimsieg gibt, dann wohl eher mit einem 1:0. Der Bauch würde lieber feiern gehen und ringt sich zu einem 2:1 für die glorreiche Fortuna durch.

Wie wär’s? Ein Arena-Alt (5,50€) pro Vorbericht – einfach per Paypal ausgeben:

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