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Testspiel: MFK Ružomberok vs F95 0:2 – Testspiel mit geringem Nährwert

In einem total langweiligen Testspiel schlug die runderneuerte Fortuna den slowakischen Erstligisten MFK Ružomberok verdient.!–more–>

Bericht · Testspiele haben ganz allgemein begrenzten Nährwert. Testspiele im Trainingslager gegen slowakische Erstligisten morgens um elf ganz besonders. Insofern lohnt sich ein Spielbericht über die Begegnung zwischen dem MFK Ružomberok und unserer Fortuna am Mittwoch im Freistädter Freistädter Bierstadion nicht. Zumal sich der Tabellensiebte der Niké-Liga auf einem Niveau bewegte, das deutlich unter dem von Monheim und St. Tönis lag. Dass die gestreiften Jungs angesichts dieser Voraussetzungen nur zwei Tore eintüteten, ist enttäuschend. [Lesezeit ca. 3 min]

Immerhin wird die taktische Grundordnung, die Alex Ende dem Team verpasst, und ihre konkrete Anwendung immer klarer. Es ist natürlich das zu erwartende 4-4-2 mit Raute, das so viele Varianten zulässt. Zum Beispiel eine mit zwei echten Spitzen – wie gesehen in der ersten Halbzeit mit Eric Hottmann UND Fabian Schleusener. Dass es sogar ohne echte Spitze geht, zeigte Hälfte zwei mit Jordi Paulina und Mechak Quiala Tito, die je nach Bedarf den Mittelstürmer gaben, sonst aber im Sechzehner herumliefen auf der Suche nach Chancen.

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Nominell haben wir aktuell übrigens wirklich nur einen dezidierten Linksverteidiger in Truppe: Sascha Risch, der diesen Job aber auch toll erledigt und einen geradezu beispielhaften Schienenspieler gibt. Was, wenn ihm was passiert? Eine Umstellung auf Dreierkette ist wohl nicht vorgesehen, und das Umpolen eines Rechtsverteidigers (zum Beispiel Kaden Amaniampong) ist nicht einmal eine Notlösung. Da muss Samir Arabi dringend nachlegen.

Die Aufstellung in der ERSTEN Halbzeit: Louis Lord (TW); Zimbo Zimmermann (AV), Felix Meiser (IV), Dominique Heintz (IV), Sascha Risch (AV); Jorrit Hendrix, Yassine Bouchama, Elias Arden und Lukas Eixler (Mittelfeld); Eric Hottmann und Fabian Schleusener (Sturm).

Andererseits haben wir eine regelrechte Innenverteidigerschwemme – besonders jetzt, da Eli Egouli (vorerst) doch nicht wechselt. In Freistadt sahen wir mit dem brandneuen Felix Meiser ein vielversprechendes Talent auf dieser Position, und Dominique Heintz ist nach Meinung des Ergebenen dort gesetzt. Da könnte es sogar sein, dass Tim Oberdorf hinten über fällt, denn außer Erfahrung hat er in den bisherigen Test- und Freundschaftsspielen wenig angeboten. Zimbo Zimmermann gefällt aktuell sehr gut, aber wenn Steven van der Sloot bleibt (wofür inzwischen mehr spricht als noch vor Kurzem), käme für Zimbo eher ein Job im Mittelfeld in Frage.

MFK Ruzombekl vs F95: Das 1:0 durch Hottmann (Screenshot f95.tv)
MFK Ruzombekl vs F95: Das 1:0 durch Hottmann (Screenshot f95.tv)

Dort aber ist die Auswahl ebenfalls groß, wobei jede Mischung der vier Positionen eine ganz andere Spielweise ergibt – dies ist der Mannschaftsteil, der vermutlich je nach Gegneranalyse zusammengestellt und gebrieft wird. Dem Ergebenen haben wieder Elias Arden und Yassine Bouchama dort gut gefallen, wobei Käpt’n Hendrix auch eine interessante Farbe hineinbringt. Der neue Lukas Eixler, eigentlich eher ein Zehner als ein Achter, fiel dagegen nicht besonders auf.

Mehr Biss im Sechzehner hat anscheinend Eric Hottmann, der aber tatsächlich recht stur als Knipser im Umfeld des Elferpunktes rotierte, während der bisherige Torschützenkönig (ha, ha, ha. …) Fabian Schleusener deutlich variabler im Sturm arbeitete. Hottmann macht das 1:0 in der 4. Minute, und diese Bude könnte eine Art Blaupause werden, denn extrem oft entstanden Chancen durch hohe Flanken von außen an den langen Pfosten. Da hilft es natürlich, wenn sechs von elf Spielern auf dem Platz größer als 1,90 sind.

Die Aufstellung in der ZWEITEN Halbzeit: immer noch Louis Lord (TW); Steven van der Sloot (AV), Tim Oberdorf (IV), Levi Mentzel (IV), Kaden Amaniampong (AV); Jomaine Consbruch, Miguel Gonçalves,Anas Slimani und Killian Sauck (Mittelfeld); Jordi Paulina und Mechak Quiala Tito (Sturm).

Im Vergleich zur ersten Halbzeit war in Hälfte Zwo deutlich mehr Dynamik drin. Die hat drei Namen: Anas Slimani, Killian Sauck und Mechak Quiala Tito. Die wirbeln, als seien sie noch in einer U19 unterwegs. Da können manche Mitspieler nicht folgen, was dazu führt, dass kaum Chancen entstehen. Zumal wenn kein echter Mittelstürmer an Bord ist. Steven van der Sloot war nicht so aktiv wie zuletzt und sah ein wenig schlecht gelaunt aus – vielleicht, weil immer noch kein externes Angebot für ihn vorliegt und er bei F95 bleiben MUSS. Nachdem Kaden Amaniampong sich Einläufe vom Chefcoach eingefangen hatte, bemühte er sich deutlich mehr, und Jomaine Consbruch versuchte, überall zu sein.

MFK Ruzombekl vs F95: Das 2:0 durch Slimani (Screenshot f95.tv)
MFK Ruzombekl vs F95: Das 2:0 durch Slimani (Screenshot f95.tv)

Der Gegensatz der beiden F95-Mannschaften lag aber nicht nur in Sachen Tempo und Kreativität. Die erste Elf war, was Raumbesetzung und Positionierung anging, einfach disziplinierter. Deshalb bezog die Mannschaft in Halbzeit 2 auch ordentlich Schimpfe vom Cheftrainer. Wenn dieses relativ öde doch eine Erkenntnis gebracht hat, dann die, dass der Erfolg in der jeweils richtigen Mischung liegen wird.

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