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F95 vs Freiburg (Pokal) 1:5 – Viel zu hoch verloren

Am Sonntagabend musste sich eine kämpfende Fortuna dem Erstligisten aus Freiburg geschlagen geben und schied aus dem Pokal aus.

Bericht · Subjektiv betrachtet die wichtigste Nachricht ist, dass euch euer Ergebener ab sofort nicht mehr mit seinen Träumen vom Pokalfinale vollsülzen muss, sondern sich voll und ganz auf die Liga konzentrieren kann. Das insgesamt Beste am gestrigen Abend war, dass die Truppe – erneut merkwürdig auf- und taktisch eingestellt – dank starker kämpferischer Einstellung bis zur 70. Minute beinahe auf Augenhöhe mit einem Teilnehmer an internationalen Wettbewerben flog. Das drückte sich zur Halbzeit auch in den statistischen Werten aus. Allein, ausgewirkt hat sich das nur defensiv. Offensiv ging mangels jeglichem Flügelspiel nichts. Und das hatte seine Ursachen in der taktischen Grundordnung, die Chefcoach Alex Ende seinen Spielern aufzwang. [Lesezeit ca. 7 min]

Als die Startaufstellung bekannt wurde, ging ein Stöhnen durch die Expertenreihe im 41er. Wieder ohne van der Sloot als rechtem Außenverteidiger, wieder mit Benger, wieder ohne Slimani – Altersdurchschnitt knapp unter 30 (gefühlt). Wieder nicht mutig, sondern hasenfüßig. Die Idee war klar: Erfahrung vs Schwung. Und, um dem Trainer mal keinen reinzuwürgen, 70 Minuten lang klappte sie Sache relativ gut. Als 4-4-2 mit Raute war die Grundordnung nur bedingt lesbar, denn Marcel Benger rückte vor dem Ball immer zwischen die beiden Innenverteidiger, sodass eine Fünferkette entstand. Weil die älteren Herren (plus Sascha Risch) über eine gute Stunde alles wegverteidigten, kamen die nominell weit überlegenen Freiburger nur zu drei oder vier ernsthaften Torschüssen, von denen einer drin war.

 

Aber es waren nicht nur die Feldspieler, die das Tor verteidigten, sondern Louis Lord, dieser Teufelskerl, der mit Paraden protzte. Der Ergebene ist – und das sehen seine Freunde im 41er auch so – der Meinung: Louis Lord ist der bessere Torwart als Lasse Rieß. Der Junge, der von Aue kam, hat Superreflexe, ein prima Stellungsspiel und seinen Fünfer voll im Griff. Auch seine großen Schwächen sollten nicht verborgen bleiben: Drei wahnsinnige Abschlagfehler hätten zu Toren für den Gegner führen müssen, hätte er die jeweiligen Schüsse nicht höchstpersönlich abgewehrt oder gehalten. Lasse Rieß ist sicherer der bessere Fußballer, wirkt aber im Strafraum immer wieder unsicher. Der Ergebene fand den Louis schon in den Vorbereitungsspielen – bevor Rieß kam – richtig gut, und war ein wenig überrascht, dass man ihm noch einen Leihkeeper vor die Nase setzte. Trainer Ende ließ durchblicken, dass er die aktuelle Rangfolge der Torwärter nicht für betoniert hält, was im Klartext bedeutet: Könnte sein, dass Louis Lord gegen Stuttgart II in der Bude steht.

Die Aufstellung:
Louis Lord (TW); Tim Oberdorf und Dominique Heintz (IV), Zimbo Zimmermann und Sascha Risch (60. Steven van der Sloot) (AV); Marcel Benger (72. Philipp Förster), Yassine Bouchama (72. Miguel Goncalves), Jorrit Hendrix und Andreas Müller (82. Anas Slimani) (Mittelfeld); Eric Hottmann (60. Jordi Paulina) und Fabian Schleusener (Sturm).

 

Fünferkette, also. Trotzdem zwei Spitzen … mmmh, merkwürdig. In Verteidigungssituation hatte man es als zuschauender Fortuna-Fan also mit fünf Jungs auf einer Linie hinten, zwei (gestaffelten) Spitzen vorne und dazwischen drei Kollegen unklarer Aufgabenstellung zu tun. Darunter Yassine Bouchama und Käpt’n Hendrix, die das so interpretierten, dass sie vor der Fünferkette cruisten, um die Räume eng zu machen. Noch weiter ging Andreas Müller, nominell wohl als Zehner gedacht, der sich sogar noch weiter zurückfallen ließ. So wurde es schwer für die Freiburger – jedenfalls bis zur 72. Minute.

F95 vs Freiburg: Lange das 0:1 gehalten (Foto: FP)
F95 vs Freiburg: Lange das 0:1 gehalten (Foto: FP)

Einfach war es für den SCF bei Ballbesitz für die Fortuna. Weil es null Ansätze für ein Flügelspiel gab und gerade auf dem rechten Flügel GAR NIX versucht wurde, bauten sie eine Sechsergruppe auf Höhe des Sechzehners auf und harrten der Dinge, die dann doch nicht kamen. In Halbzeit 1 gab es dementsprechend eine Torchance für F95: einen beherzten Fernschuss von Tim Oberdorf. Innerhalb des Freiburger Strafraums gab es für die Rotweißen nichts zu tun. Um es noch einmal genauer zu analysieren. Zimbo Zimmermann als rechter AV wird ja nur dann offensiv, wenn er vor sich einen Schienenspieler hat, also ein Mitglied der Mittelfeldriege, das auf außen geht und mit oder ohne Doppelpass mit Zimbo zur Grundlinie geht, um zu flanken. Theoretisch wäre das Bouchama gewesen. Weil es aber keine Raute gab und Benger meistens in der Fünferkette steckte, hatte der gute Yassine im Zentrum zu tun; zumal sich Andreas Müller weiter vorne betätigte.

Auf der anderen Seite versuchte es Sascha Risch ein paar Mal, hätte in Käpt’n Hendrix den Partner gehabt, aber der zieht ja immer gern in die Mitte. Manchmal dachte der Ergebene, dass der Chefcoach Fabian Schleusener auf dem linken Flügel außen sehen wollte, aber das fand nicht statt. Mal ehrlich: In den heutigen Fußballzeiten kann man ohne Flügelspiel nicht gewinnen. Geht einfach nicht. Das ist der Grund, weshalb die ominösen Schienenspieler bei vielen Trainern so beliebt sind.

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Menschen machen Fehler. Schreiber:innen sind Menschen, also machen sie Fehler. Und Schreiber ohne großes Team hinter sich – wie der Ergebene – machen natürlich auch Fehler. Wer einen Fehler im Text entdeckt, meldet ihn bitte auf einem der bekannten Wege:

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So viel erstmal zur Analyse. Deprimierend war allerdings, dass sich nur etwas über 27.000 Zuschauende eingefunden hatten, darunter etwa 2.500 Freiburger. Im vergangenen Oktober waren es gegen denselben Gegner noch über 36.000. Scheint, dass die frustrierenden Niederlagen in den ersten beiden Ligaspielen schon Folgen zeigen. Selbst die Süd war nicht ausverkauft. Und man sieht auch die Sparmaßnahmen aufgrund des Abstiegs. Den Stadion-DJ hatte man eingespart, die Musik lief von der Konserve aus der Regiebox, situatives musikalisches Agieren, wie wir es besonders vom Stadion-DJ Opa kennen, fand nicht statt. Teile des Oberrangs wurden gar nicht erst geöffnet, das spart beim Sicherheitspersonal, und auch Aramark spart bei den Sauf- und Fressständen – nicht nur bei der Anzahl, sondern auch bei der Besetzung. Das also ist das Drittliga-Niveau …

F95 vs Freiburg: Beste Stümmung auf der Süd (Foto: FP)
F95 vs Freiburg: Beste Stümmung auf der Süd (Foto: FP)

Die Stümmung war aber trotzdem prima. Der Support war gerade in der ersten Halbzeit laut und mächtig; ihre öden Schlafwagengesänge konnten sich die Ultras später leider nicht verkneifen, und nach dem 1:4 war die Luft so sehr raus, dass nicht wenige mit der Frage „Wie lange noch?“ ständig auf die Anzeigentafel schauten. Um die Herzen der Düsseldorfer wieder zu gewinnen, muss die Mannschaft jetzt IMMER so viel Kampfgeist zeigen wie gestern; nächste Chance dazu hat sie am kommenden Freitag gegen Stuttgart II – dem Endspiel für Ende. Der zeigte sich in der Woche zwar selbstkritisch, setzte diese Selbstkritik aber nicht so um, wie sich viele Fans das gewünscht hätten. In seiner Sturheit erinnert Alexander Ende den Ergebenen sehr an den unseligen Christian Preußer, der die Mannschaft in seinen sechs Monaten Amtszeit bis auf den 16. Platz herunterwirtschaftete. Die Meinung im Fandorf des Ergebenen dazu: Jens Langeneke als Interimstrainer installieren, um dann in Ruhe nach einem Trainer zu suchen, der zu diesem Kader und zur Fortuna passt.

oder per Paypal an ergebener@fortuna-punkte.de senden.

Man muss es so deutlich sagen: Ende-Spezi Benger hatte an zwei Toren seine Aktien. Beim 0:1 ließ er sich an der eigenen Grundlinie ausspielen; statt diesem Osterhage in die Gräten zu gehen, produzierte er einen eleganten Hüpfer, sodass dieser fein nach innen legen konnte. Dort standen gleich zwei Freiburger frei und ungedeckt, während die Herren Heintz und Risch sich die Sache anguckten. Für Lord gab’s nichts zu halten. Beim 0:2 war der Kopfballschütze Matanovic Bengers Mann, aber während der Knipser schon hochstieg, nahm Benger gerade mal Anlauf. Okay, der gute Marcel ist kein nomineller Verteidiger, aber wenn der Trainer ihn da hinhaben will, muss er meinen, der könne das. Dass Ende Benger kurz darauf erlöste und an seiner Stelle Philipp Förster brachte, veränderte die Verteidigungsstatik grundlegend, weil jetzt doch nur noch eine Viererkette hinten stand. Die zählbare Folge: drei weitere Buden für den SCF.

Ob das 0:3 regelkonform war, lässt sich diskutieren. Die Frage ist nämlich, mit welchem Körperteil genau dieser Kübler die Pille ins Gehäuse bugsierte. Louis Lord, der am nächsten dran war, reklamierte Handspiel; offiziell wurde die Hütte mit der Schulter gemacht. Die Nahaufnahmen im Fernsehen wirken eher so, als ob er das Ei mit dem Oberarm mitgenommen hätte. Womit wir beim erfahrenen und meist auch guten Schiri Hartmann sind, dem in der 37. Minute ein kolossaler Bock unterlief. Die Fortunen üben sich erneut im hohen Pressing, was einen SCF-Mann dazu verleitet, aus etwa 25 Metern auf den Torwart zu spielen. Also: Der Freiburger schiebt einen Pass auf den Keeper in den Strafraum. Der 12-Millionen-Einkauf nimmt das Ei ganz selbstverständlich mit den Händen auf. Hartmann zuckt nicht einmal, obwohl dies nach den Regeln eindeutig eine unerlaubte Rückgabe war. Nur wenn der Pass unbeabsichtigt auf den Tormann gegangen oder ein Fortune den Ball berührt hätte, wäre die Aktion korrekt gewesen – beides war ganz offensichtlich nicht der Fall. F95 hätte einen indirekten Freistoß im gegnerischen Sechzehner bekommen MÜSSEN. Und, wer weiß, ob der nicht zum Ausgleich geführt hätte.

F95 vs Freiburg: Schiri Hartmann im Mittelpunkt (Foto: FP)
F95 vs Freiburg: Schiri Hartmann im Mittelpunkt (Foto: FP)

Dem Ergebenen ist der SC Freiburg aufgrund privater Verbindungen mit SCF-Fans zunächst einmal sympathisch, die aktuelle Mannschaft aber nicht. Bei beinahe jeder Körperberührung ließ sich einer von denen fallen, und Hartmann erkannte auf Foul. Das ist natürlich doof für die Mannschaft, deren Spielplan es ist, in die Zweikämpfe zu gehen, um diese zu gewinnen; der Referee torpedierte so den fortunistischen Spielplan. Überhaupt pfiff er im Zweifel immer gegen die Fortuna – irgendwas scheinen deutsche Schiedsrichter zurzeit gegen uns zu haben. Aber der Ergebene sieht noch einen anderen Effekt: Superduper-FIFA-Schiris pfeifen ja vor allem Spiele der ersten Liga, kennen dementsprechend die dort antretenden Spieler, haben sich schon mit dem einen oder anderen kommuniziert und sind anscheinend voreingenommen gegen Kicker aus unterklassigen Vereinen. Robert Hartmann ist übrigens bekannt dafür, den Kontakt mit prominenten Spielern zu pflegen. Und, nein, wegen dessen merkwürdiger Spielleitung hat Fortuna nicht verloren.

F95 vs Freiburg: Slimani kommt dann doch noch (Foto: FP)
F95 vs Freiburg: Slimani kommt dann doch noch (Foto: FP)

Und dann klappt in der 76. Minute mal was Offensives. Zimbo schlägt eine feine Ecke von links an den kurzen Pfosten. Fabian Schleusener steht exakt richtig und köpft die Kugel ins Netz. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Das war die bis dahin erst vierte echte Chance für Rotweiß. Immerhin. Denn nur in diesen Werten, also Torschüsse und xGoals, lag unsere Truppe in der Statistik wirklich hinten. Über alles gesehen kamen die Fortunen mit 82 bis 84 Prozent auf dieselbe Passquote wie der SCF. Bei der Zweikampfquote lagen sie lange gleichauf – beides lässt für die Zukunft hoffen. Überhaupt: Nicht nur der Ergebene war trotz des Ergebnisses am Ende davon überzeugt, dass diese Mannschaft in dieser Verfassung mit dieser Einstellung jeden Gegner in der dritten Liga schlagen kann.

Über die Tore 4 und 5 für die Freiburger decken wir mal den Mantel der Vergebung. Mit der Umstellung in der 72. Minute hatte Ende die Defensive geschwächt, um die Offensive zu stärken. Beim 1:4 in der 80. Minute pennen gleich drei Fortunen. Und das 1:5 in der Nachspielzeit war dann so Ding nach einer Ecke, bei der ein aufmerksamer Knipser gar nicht anders kann als einzunetzen. Was bedeutet: Die Niederlage fiel zwei Tore zu hoch aus.

F95 vs Freiburg: Die Fans feiern trotzdem (Foto: FP)
F95 vs Freiburg: Die Fans feiern trotzdem (Foto: FP)

Und die Fans? Feierten die Jungs auf dem Rasen – das exakte Gegenteil von der sarkastischen Reaktion nach der Niederlage gegen Hoffenheim II. Frustriert war kaum jemand, wütend keiner. Nur ein paar Leute meinten, Ende hätte die jungen Wilden aufbieten müssen, dann wäre das Spiel anders ausgegangen. Das sieht der Ergebene nicht so. Und freute sich vor allem, dass der Kopf mit seiner Prognose, Fortuna würde kein Tor schießen, falsch lag. Und ist doch ein bisschen traurig, dass er im Mai 2027 keinen Grund haben wird, nach Berlin zu fahren.

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23 Kommentare zu „F95 vs Freiburg (Pokal) 1:5 – Viel zu hoch verloren“

  • Christian

    Also mit der „causa“ Lord fehlt mir etwas, was mit der Präsenz auf dem Platz zu tun hat, unabhängig von seinen Qualitäten. Diese war deutlich spürbar und hilft bei vollgeschissenen Unterhosen der Mitspieler.

    Antworten
  • Gerd Kaussen

    Gegen den Spielbericht kann man, wie immer, nicht wirklich etwas kritisch einwenden. Wohl gemerkt, gegen den Spielbericht. Drei wesentliche Aspekte könnten meines Erachtens fokussierter betrachtet werden:
    Wie wäre das Ergebnis mit Risch statt Lord gewesen?
    Wir hätten 2-3 Buden mehr kassiert. 5:1 ist auch nicht wenig wenn man bedenkt, dass RWE Pauli aus dem Wettbewerb geschossen hat, von Joddeloh vs. Heidenheim ganz zu schweigen. Ich weiss, Freiburg hat eine wesentlich höhere Qualität, aber im Verhältnis der Ergebnisse sehen wir schlecht aus.
    Was hat sich an der nicht vorhandenen Qualität dieses Trainers geändert?
    Nichts! Ohne den besten Verteidiger anzutreten ist genauso fahrlässig wie ohne Slimiani und Arden. Was soll Benger in dieser Mannschaft? Es wirkt auf mich so, als das er noch fehlte um den münsteraner Schutzwall, in der völlig falsch besetzten Mittelachse, für Ende zu bilden.
    Wo ist der dringend erforderliche rechte Aussenstürmer der ein effizientes Flügelspiel ermöglicht?
    Mir schaut auch, bei aller Wertschätzung, der AR zu lange zu. Warum noch ein Spiel warten um einen neuen Trainer zu verpflichten? Man hätte ihn schon vor Freiburg holen können. Glaubt man wirklich, dass Ende selbst bei einem Sieg gegen Stuttgart II der Trainer ist, der unsere Fortuna braucht um in dieser Saison aufzusteigen? Wirtschaftlich dringend zu empfehlen!
    Jens Langeneke mag ich sehr.
    Ihn zu installieren, um dann nach einer Findungsphase abermals einen neuen Trainer zu holen, halte ich für fragwürdig und wird auch dem geschätzten und lieben Jens nicht gerecht.
    Wie wäre es mit Friedhelm Funkel als Cheffe und Jens als sein Assi? Danach Jens als Cheffe. Die U 23 mit Lumpi wäre ein denkbare Lösung.
    Nochmal 3 bis 4 Jahre in Liga drei
    überlebt unser Herzensverein wirtschaftlich nicht. Mein Appelll: Jetzt handeln, Ende weg so schnell wie möglich, um nicht den Anschluss zu verpassen.

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    • Gerd Kaussen

      Als Ergänzung: hat Funkel erfolgreich mit Bellinghausen in Liga 1 gemacht.

      Antworten
      • Na ja, Axels Anteil als Co-Trainer hielt sich nach eigenen Aussagen in so engen Grenzen, dass er das Trainer-Sein final aufgegeben hat.

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        • Gerd Kaussen

          Immerhin war es ein erfolgreiches Duo, so erfolgreich, dass das Staunen von Experten kein ENDE nahm.

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    • Einspruch, euer Ehren. Der Aufsichtsrat hat keine Handhabe, Trainer zu entlassen oder zu verpflichten, nicht einmal das Recht, dem Sportvorstand entsprechende Weisungen zu erteilen. Der AR könnte dem Sportvorstand höchstens empfehlen, den Coach auszutauschen. Und wenn er das nicht tut, bliebe nur die Trennung vom Sportvorstand mit all seinen Folgen.

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      • Gerd Kaussen

        Formal korrekt. Aber die Meinung des AR hat doch enormes Gewicht. Dass ein Sportvorstand das alleine entscheidet führt zu dem was wir jetzt zweimal bitterst erlebt haben und am Abstieg in Liga 3 einen entscheidenden Anteil hatte. Warum sind wir eigentlich nicht fähig von erfolgreichen Clubs, die eine vergleichbare Ausgangsposition vor Jahrenden hatten, etwas abzuschauen: Freiburg, Augsburg und sogar Frankfurt. Statuten alleine haben noch keinen Verein erfolgreich gemacht.

        Antworten
  • MagierTom

    Chancenlos, obwohl Freiburg nur im zweiten Gang
    gespielt hat. Ich sehe bei anderen 3 Liga Clubs, einen ganz
    anderen Auftritt.
    Bei Ende … kann ich nach wie vor keine Spielidee-/konzept erkennen.

    Wie sollen wir den zu einer Torchance kommen,
    ohne Tempo, ohne Spieler die mal einen Gegenspieler austricksen.
    Kontern können wir nicht, wir können niemanden überlaufen.

    Von der Sloot auf der Bank?
    Slimami (wieder auf der Bank), dann
    mit dem einzigen richtigen Torschuß!

    Samir Arabi Wow … wozu all die erfahrenen Spieler,
    die keiner mehr haben will, die wir nicht mehr loskriegen werden,
    die keine Transfereinnahmen generieren werden.
    Ich kann hier auch keine besondere Qualität erkennen.

    Wahnsinn, wie man eine Transferphase so fehlplanen kann.
    Man begeht schon den Fehler und richtet die komplette Transferphase
    auf das spezielle System des Trainers aus
    und setzt noch einen drauf und verpflichtet
    für eben jenes System nur Spieler denen es an Tempo mangelt.
    Wie kommt man darauf einen Kader in der heutigen Zeit ohne Tempo und 1vs1 skills aufzustellen?
    Das ist selbst in der 3. Liga ein Novum.
    Bei einem möglichen Trainerwechsel,
    was soll ein neuer Trainer mit diesem Kader anstellen?
    Es macht einen echt sprachlos was für eine Inkompetenz
    wir seit einigen Jahren in diesem Club miterleben müssen.
    Ich sehe uns mit 4-6 anderen Clubs klar im Abstiegskampf.

    Antworten
    • Zwei verschiedene Ebenen: Die Qualität des Kaders und die taktische Arbeit des Trainers. Man sollte sich die Testspiele noch einmal genau anschauen. Zum Beispiel das in Benrath: van der Sloot, Anhari, Slimani, Sauck und Paulina gleichzeitig auf dem Platz – mehr Speed geht nicht. Äh, „erfahrene Spieler, die keiner mehr haben will?“ Wer genau? Heintz? Schleusener, Hottmann, Hendrix und Müller kannst du nicht meinen. Und Transfereinnahmen generiert ein Verein der dritten Liga NUR mit eigenem Nachwuchs. Schließlich ging es darum, einen völlig neuen Kader aufzubauen, den sich der Verein in Sachen Gehälter leisten kann. Das ist bis auf wenige Ausnahmen gut gelungen. Einziger Vollflop aus Sicht des Ergebenen ist Marcel Benger. Und dann gehst du mal den Kader durch (https://www.f95.de/kader) und siehst – neben den Trorleuten – 11 Youngster in neinem 29er-Kader und ein moderates Durschschnittsalter von 25,1 (https://www.transfermarkt.de/fortuna-dusseldorf/startseite/verein/38).
      Alexander Ende pauschal zu verdammen, ist auch nicht hilfreich. Sein Rautendings ist wie eine maßgeschneiderte Zwangsjacke, aus der er nicht raus kann. Ja, ein 5-3-2 wie am Sonnta kriegt er noch hin, aber dann findet offensiv nichts statt. Ein klügerer und flexiblerer Trainer wie z.B. Christian Eicher könnte aus diesem Kader eine Spitzenmannschaft der dritten Liga machen. Ein altmodischer Motivator wie olle Funkel wäre völlig fehl am Platz, der ist in Sachen Taktik mittlerweile schon zwei Generationen zurück.

      Antworten
      • Gerd Kaussen

        Deine Analysen sind durchweg gut. Aber dass Du rein subjektiv etwas gegen Funkel hast wurde schon in einigen Kommentaren deutlich. Dieser olle Trainer hat uns vor rund 6 Jaren einen Hype in Liga 1 verpasst. Da war Funkel 66 Jahre alt. Otto Rehagel hat einmal gesagt: es gibt keinen alten oder modernen Fußball sondern nur erfolgreichen Fußball. Abgewandelt bedeutet es richtigerweise: es gibt keine alten oder jungen Trainer die man verpflichten sollte sondern nur Erfolgreiche. Einen von den jungen Erfolglosen haben wir jetzt an der Backe und sollten alles daran setzen den so schnell wie es geht wieder loszuwerden. Ob mit oder ohne AR. Ob Eichner oder Funkel oder Steffen. Jeder von den Dreien ist um Klassen besser als Ende. Dass Du nun von Langeneke auf Eichner kommst ist schon ein gewaltiger Spannungsbogen. Wir haben keine Zeit für Experimente. Die Fans haben zurecht eine Erwartung an diese Mannschaft, die durchaus Aufstiegspotential hat. Nur wird es durch diesen Trainer nicht gehoben.

        Antworten
        • Michael Krenzel

          Das Potential dieser Mannschaft wird durch einen Trainer Ende nicht genutzt und durch falsches Agieren nicht abgerufen.

          Je schneller eine andere Trainerlösung gefunden wird, umso schneller werden wir uns in dieser Liga stabilisieren.

          Antworten
          • Gerd Kaussen

            Ja, weg mit dem ständigen taktieren und dem warten wir doch nochmal das wird schon. Die entscheidende Frage ist was die Argumente für Ende sind? Ich kenne keine. Das hoch gegen Benrath gewonnen wird kann doch nicht ernsthaft ein Argument sein. Das hätten auch die Sportfreunde Baumberg geschafft, evtl. nicht in der Höhe. Auch wenn man, wie ich, kein Bayern-Fan ist so muss man der Wahrheit die Ehre geben. Wenn sie mal in einer Krise waren, dann hat Hoeneß sofort entschieden. Und wen hat er geholt: den ollen Heynkes. Und was der gemacht: das triple geholt!

        • Otto Rehagel und Friedhelm Funkel stammen aus alten Zeiten. Moderner Fußball ist – man mag das mögen oder nicht – verwissenschaftlicht und datengetrieben. Mit beiden Bereichen kennen sich die beiden Oldies einfach nicht aus. Funkel hat zum letzten Mal 2018 ~ 2019 bei einem Verein, nämlich der Fortuna, Erfolg als Trainer gehabt; bei seinen Stationen in K’lautern und beim Äff-Zäh hat er auf der Arbeit seiner Vorgänger aufgebaut und seine große Erfahrung als Motivator eingebracht, mehr nicht. Ich hab den faltigen Neusser immer sehr gemocht, war aber schon 2020 sicher, dass seine Zeit einfach vorbei ist. Für drei, vier Spiele gegen den Abstieg würde ich ihn holen, aber nicht am Anfang einer Saison. Ehrlich gesagt: Der Ergebene findet immer noch, dass wir Uwe Rösler hätten behalten sollen, der hat zur Fortuna gepasst.

          Antworten
          • Gerd Kaussen

            Urs Fischer ist kein verwissenschaftlicher, datengetriebener Trainer und trotzdem ein erfolgreicher Trainer. Wir schreiben fast alle zum Wohle unserer Fortuna, dabei darf und sollte man unterschiedlicher Meinung sein dürfen. Das sind wir in diesem Punkt. Es würde schön wenn Du Dich auf einen Trainer festlegen würdest, dann kämen wir der Sache wahrscheinlich näher. Rösler hat auch Halbwertszeiten von 1,5 Jahren. Von den Trainern, die Du genannt hast-und das waren einige- würde ich mich am ehesten für Eichner entscheiden. Selbst wenn Ende ein Sieg gegen Stuttgart II gelingen sollte bedeutet das nur, er bekommt die nächsten zwei Spiele, um dann die Spiele danach wieder in den Sand zu setzen.Hatten wir zu genüge. Mit der Truppe kannst du nur ein Ziel haben: Aufstieg. Das schafft Ende nicht.

          • Urs Fischer hatte schon bei Union eines der größten Teams an Mitarbeitern für die Datenanalyse. Nur weil der ein guter Typ ist, ist er noch lange kein altmodischer Trainer.

      • MagierTom

        Wie tief sinken wir eigentlich mit unserem Anspruch? Wir spielen in der 3 Liga, da müssen wir jetzt auch keine Hexerei drauß machen. Also, erstens muss die Qualität des Kaders in der Praxis nachgewiesen werden und das ist in den ersten 3 Pflichtspielen in meinen Augen nicht ansatzweise gelungen. Zweitens, erfahrene Spieler wie Förster, Benger, Hendrix (bei Lichte betrachtet, was hat Hendrix bisher gezeigt?), Bouchama (kann ich nicht erkennen, wo genau all diese Spieler jetzt in der 3 Liga den Unterschied machen/herausragen), ein Heintz macht einen extrem langsamen und Hüftsteifen Eindruck und macht jetzt auf dem Platz, die Mannschaft nicht stärker (deshalb wurde wahrscheinlich auch Meiser ihm vorgezogen). Conspruch, ehrlich? Also der hat ja noch keinen einzigen Zweikampf gewonnen. Ein Zimmermann ist jetzt nicht neu, aber noch ein weiterer Spieler mit viel Erfahrung, aber ohne Tempo und ansprechender Leistung. Der Ergebene: van der Sloot, Anhari, Slimani, Sauck und Paulina gleichzeitig auf dem Platz – mehr Speed geht nicht. Lieber Ergebener, die Aussage stimmt zum Teil, (ein Okeke, Roßmann ist für mich schnell), ein Paulina kommt auch nicht am Gegner vorbei, aber wie viele von diesen jungen Spielern standen den in der ersten Elf am Samstag? Antwort: Keiner !!! Diese Formation sehen wir nie wieder zusammen auf dem Platz (außer in einem Testspiel gegen Benrath). Die älteren, gestandenen Spielern spielen (trotz schwacher Leistung) und nehmen diesen Spielern den Platz weg. Soll Fortuna doch an dem Trainer Ende festhalten, den wir mittlerweile schon in 7 Pflichtspielen begleiten dürfen, lasst uns sehen wie es weiter geht und hoffentlich nicht alle wieder völlig überrascht sind (wie beim Abgang von Anfang) über die Ergebnisse. Ein anderer Trainer macht daraus eine Spitzenmannschaft? Echt das will ich gerne sehen.

        Antworten
  • Berti

    Aus der heutigen Sicht wissen wir doch, dass wir mit der Entlassung von Thione einen Fehler gemacht und danach eine Kette von Fehlentscheidungen produziert haben. Aber es ist auch konstruktive Arbeit geleistet worden, vor allem wirtschaftlich.
    Wir brauchen Kontinuität, Stabilität und nur dann wird der Weg wieder nach oben gehen können.
    Wenn Funkel will und nur dann wenn er die Energie hat, sollte man ihm vertrauen dass er uns wieder stabilisiert. Ich könnte mir Funkel aber auch in wichtigen beratenden Funktionen vorstellen.
    Funkel ist bestimmt mit seiner Erfahrung und Ausstrahlung ein wichtiger positiver psychologischer Faktor der Talente fördern kann. Ich erinnere mich an Lukebakio und Raman. Spieler brauchen nicht nur taktische Anleitungen Sie brauchen vor allem Führung. Ich wiederhole mich, die Frage ist doch „juckt “ es ihn immer noch?

    Antworten
  • Michael Krenzel

    „Aber es ist auch konstruktive Arbeit geleistet worden, vor allem wirtschaftlich.“

    Welchen Bereich meinst Du jetzt, wo wirtschaftlich gut gearbeitet wurde?

    Antworten
    • Berti

      Im Sponsorenbereich und nicht zuletzt mit „Fortuna für Alle“.

      Antworten
      • Michael Krenzel

        Ich hoffe Du bist auf der MV im November anwesend, wenn ich Herrn Jobst fragen werde, in welcher Höhe Transferüberschüsse herhalten mussten, um FFA zu subventionieren.

        Ich glaube, die Antwort wird alle überraschen.

        Antworten
        • Berti

          „Das Projekt „Fortuna für alle“ von Fortuna Düsseldorf gilt wirtschaftlich und im Hinblick auf das Zuschauerinteresse als großer Erfolg.“ Das ist eine KI Antwort. Selbst wenn sie diese Gelder verwendet haben sollten, könnten sie es begründen. Ich werde nicht da sein aber der Ergebene und er wird mir von der Antwort auf deiner Frage berichten…

          Antworten
          • Michael Krenzel

            Naja, wenn die KI das „antwortet“…..

  • Chris de Nuys

    Spiel gegen Freiburg ist im 2 Gegentore zu hoch ausgefallen. Es fehlen die Flügelspieler – ohne die keine Flanken von der Grundlinie und damit keine herausgespielten Tore. Louis Lord ist der bessere Torwart, mehr Spielintelligenz, besseres Stellungsspiel, bessere Reaktionen. Van der Sloot gehört in die Startelf, Bangert nicht, aber der ist wohl Ende-Spezi. Slimani und Paulina gehören in die Mannschaft, weil sie gemeinsam eine Abwehr schwindlig spielen können (gemeinsam, nicht Paulina alleine). Hendrix war in beiden letzten Spielen schwach (warum war er überhaupt gg Ireiburg in der Elf, wenn die sich einspielen muss?! – dumm!). Der kämpferische Andreas Müller ist ein absoluter Gewinn. Vergeßt die Raute, Fortuna hat dafür nicht die richtigen Spieler, viele sind auch zu langsam und konditionell zu schwach. Ja Ende erinnert mich an den sturen Preußer. Finde Christian Eichner zeitgemäßer für eine Aufstiegsstrategie. Arabi hat einige gute Spieler an Land gezogen: Schleusener und Hottmann sind schon zwei Topstürmer, verhungern aber vorne. Die spielerische Substanz des Kaders müsste bei Spieler-adäquatem Einsatz und klarem Spielkonzept gut sein, wie die 1. Halbzeit gg Freiburg gezeigt hat. Rat an den Trainer: Hansi Flick fragt als Vereinstrainer im vertraulichen Gespräch jeden Spieler nach seiner Lieblingsposition und mit wem der sich ein gutes Zusammenspiel in welchem Spielsystem vorstellen kann. Flick setzt die Spieler grundsätzlich da ein, wo die sich wohl fühlen. Der Erfolg spricht für sich….

    Antworten

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